Abschlussaktion des Bezirksausschusses Meran Blindheit trennt von Dingen, Taubheit trennt von Menschen (Helen Keller).

Ganz im Sinne des KVW Jahresthemas „Miteinander in Bewegung – damit niemand zurückgelassen wird“ besuchte der Bezirksausschuss Meran das Blindenzentrum St. Raphael in Bozen.
 
Präsident Nikolaus Fischnaller lud zu einer Begegnungsstunde ein, um die Welt der Sehbehinderten und Blinden sprichwörtlich mit „anderen Augen“ sehen zu lernen.
In unserer schnelllebigen Zeit suchen unsere Augen ständig nach neuen Reizen. Während das Sehen eine zunehmend wichtige Rolle spielt, drohen Fähigkeiten wie das bewusste Schauen, mit allen Sinnen wahrnehmen oder über etwas dankbar staunen zu verkümmern. Eine persönliche Begegnung mit blinden Menschen kann zum Nachdenken anregen und helfen, Berührungsängste abzubauen. Aus diesem Grunde sind Begegnungsstunden zwischen Betroffenen und Gruppen besonders wertvoll und können positive Kräfte wie Dankbarkeit, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit, Verständnis und den Wunsch zum spontanen Helfen wecken bzw. stärken.
Bei dieser Begegnungsstunde simulierte Nikolaus Fischnaller eine Begegnung mit einem Sehbehinderten auf der Straße und erste Kontaktaufnahme, er gab Ratschläge im Umgang und in der Kommunikation mit Blinden, stellte Begleittechniken vor und gab Einblick in die Blindenschrift.
Ein Erlebnis der besonderen Art hatten die Bezirksausschussmitglieder beim Durchgang durch den Dunkelparcours, in welchem es um die Selbsterfahrung und das Erleben im Dunkeln geht. Ohne mit den Augen zu sehen, werden Dinge ertastet und ein Weg mit verschiedenen Raum- und Naturumfeldern wird zurückgelegt.