1. Oktober 2026

Der KVW hat einen neuen geistlichen Assistenten

Diƶzese ernennt P. Martin M. Lintner

Werner Atz, Pater Martin Lintner, Werner Steiner
Bischof Ivo Muser hat P. Martin M. Lintner aus dem Servitenorden zum neuen geistlichen Assistenten des Katholischen Verbands der Werktätigen (KVW) ernannt. Er folgt auf Karl H. Brunner, der dieses Amt seit 2019 innehatte.
 
P. Martin M. Lintner, Jahrgang 1972, stammt von einem Bergbauernhof in Aldein. Nach der Mittel- und Oberschule im Johanneum in Dorf Tirol studierte er Theologie in Innsbruck, Wien und Rom. Durch Maria Weißenstein lernte er den Servitenorden kennen, in den er 1993 eintrat. 2001 wurde er von Bischof Wilhelm Egger im Dom zu Brixen zum Priester geweiht. Nach seelsorglichen Tätigkeiten in der Erzdiözese Wien und im Bistum Essen wurde er 2009 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule auf den Lehrstuhl für Moraltheologie und Spirituelle Theologie berufen. Seit 2024 leitet er die Hochschule als Dekan.
 
„Mich beschäftigt seit vielen Jahren ein Wort von der Bischofssynode 1971 über die Gerechtigkeit in der Welt. Damals haben die Bischöfe betont, dass die Kirche das Evangelium nur glaubwürdig verkünden kann, wenn sie sich gleichzeitig für soziale Gerechtigkeit und für jene einsetzt, die arm und benachteiligt sind. Die Sendung der Kirche, um Menschen nahe zu sein und beizustehen, die von einer der vielen Formen von Armut betroffen sind, ist Bestandteil der Verkündigung des Evangeliums“, so P. Lintner.
 
„Am KVW schätze ich, dass sich unzählige engagierte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzen, um konkret und vor Ort an einer gerechteren und friedvolleren Welt mitzubauen.“ P. Lintner sei es ein Anliegen, neben seinem akademischen Wirken Impulse für die Sendung der Kirche im gesellschaftlichen Wirken zu liefern. „In der heutigen Zeit, in der Autoritäten auch innerhalb der Kirche oft kritisch hinterfragt werden, halte ich die christliche Grundhaltung, aus der heraus sich Menschen an der Basis in die Gestaltung der Gesellschaft einbringen, für ein wichtiges kirchliches Zeugnis.“
 
Karl Brunner war der erste Laie, der in der langen Geschichte des KWV die Funktion des geistlichen Assistenten übernommen hat. Während seiner Zeit hat er in vielfältiger Weise wertvolle und nachhaltige Impulse gesetzt. In seiner internationalen Tätigkeit als Co-Präsident der EBCA (Europäische Bewegung für christliche Arbeitnehmer) hat er die Anliegen christlicher Arbeitnehmer weit über die Grenzen Südtirols hinaus mitgetragen und vertreten. Ebenso hat er durch seine Beteiligung an der Reihe „start.klar“ im UFO in Bruneck, durch den Podcast „WERT-voll Leben“ sowie durch unzählige Vorträge, Tagungen und persönliche Begegnungen mit den KVW-Ortsgruppen in ganz Südtirol wichtige Akzente gesetzt. Dabei verstand er es stets, Menschen zusammenzubringen, zum Nachdenken anzuregen und den Wert von Gemeinschaft, Solidarität und einem engagierten Miteinander sichtbar zu machen. 2025 wurde der zweifache Familienvater zum ständigen Diakon geweiht. Neben seiner Hauptaufgabe als Direktor des Südtiroler Kinderdorfes wurde Brunner von der Diözese mit der Ausbildung der ständigen Diakone beauftragt.