24. März 2026
Es ist nie zu spät für Veränderungen 56. Landestagung für Verwitwete und Alleinstehende
Tipps für eine gesundes Leben
- nicht rauchen - wenig Alkohl
- ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung
- gesundes Körpergewicht
- regelmäßige Bewegung und Sport
- ausreichend Schlaf
- lebenslanges Lernen
- soziale Kontakte
Rosa Purdeller Obergasteiger, seit über 20 Jahren Leiterin der Interessensgruppe im KVW, strahlte übers ganze Gesicht, als sie – wie schon so oft – in einen vollbesetzten Saal blicken konnte. Gemeinsam mit ihrem engagierten Ausschuss stellte sie erneut eine lebendige und abwechslungsreiche Tagung auf die Beine, die für viele längst ein Fixtermin im Kalender ist. Vertreterinnen aus den Ortsgruppen im ganzen Land waren angereist, um gemeinsam zu feiern, sich zu informieren und vor allem gesellige Stunden miteinander zu verbringen.
Zum Auftakt zelebrierte der Domdekan und geistliche Rektor der Cusanus Akademie Ulrich Fistill die Heilige Messe, festlich umrahmt von Birgits Singgruppe aus dem Sarntal. Die Vision aus dem Buch Ezechiel erinnerte daran, dass selbst in scheinbar ausweglosen Situationen neue Hoffnung entstehen kann. Das Bild der verdorrten Gebeine, die durch Gottes Geist wieder lebendig werden, steht sinnbildlich für Erneuerung, Zuversicht und die Kraft, Krisen zu überwinden. Gerade in Zeiten zahlreicher Kriege und Krisenherde bleibt diese Botschaft hochaktuell: Leben und Zukunft sind möglich – auch dort, wo alles verloren scheint.
Die „weltliche Predigt“ hielt anschließend Christian Wenter, Geriater, ehemaliger Primar am Krankenhaus Meran und Vorsitzender der KVW Senioren. Seine Ausführungen waren weniger klassische Ansprache als vielmehr eine Fülle an Impulsen für ein gesundes, bewegliches und selbstständiges Leben im Alter. In über 40 Jahren Berufserfahrung habe sich vieles verändert, so Wenter, und auch die Medizin gewinne laufend neue Erkenntnisse. Sicher sei jedoch: Gesundheit im Alter beruhe auf drei Faktoren – den Genen, dem Umfeld, in dem man aufwächst, und dem Lebensstil. Während die ersten beiden nur begrenzt beeinflussbar sind, liegt der Lebensstil in der eigenen Hand.
„In Südtirol haben wir beste Voraussetzungen für ein gutes Leben – etwa gute Arbeitsbedingungen und einen verlässlichen Zugang zur medizinischen Versorgung. Gefordert sind aber auch wir selbst: Es ist nie zu spät, auf eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf sowie einen maßvollen Umgang mit Alkohol und Zigaretten zu achten oder endlich auf's Rauchen zu verzichten“, so Wenter. Sein augenzwinkernder Appell, „in Zukunft auch ohne Hund Gassi zu gehen“, wurde mit großem Applaus aufgenommen.
Lebenslanges Lernen und Neugier tragen ebenso zur Lebensqualität bei wie soziale Kontakte. Der KVW hat in der Einsamkeit ein zentrales Problem erkannt und setzt gezielt Maßnahmen dagegen: Mittagstische für Senioren in den Ortsgruppen, Vorträge und gemeinsame Wanderungen sollen Menschen aus der Isolation holen. Denn soziale Verbundenheit ist ein entscheidender Faktor für die körperliche und mentale Gesundheit.
„Unter Leute gehen und aufeinander zugehen ist unser Rezept gegen Einsamkeit – und für ein gesundes Leben“, unterstrich Rosa Purdeller in ihren Schlussworten. Und um diese Botschaft gleich in die Tat umzusetzen, lud sie alle Anwesenden zu einem gemeinsamen Mittagessen und anschließendem geselligen Beisammensein ein.
Der Verband