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Beratung Grenzpendler

Seit Januar 2018 ist unser neues Büro in Mals für Grenzpendlerberatung geöffnet!

Haben Sie als Grenzpendler in die Schweiz oder nach Österreich spezielle Fragen oder brauchen Sie eine Auskunft?
Rufen Sie uns einfach an oder schicken Sie uns eine Email oder einen Brief.
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Wünschen Sie eine individuelle Beratung, vereinbaren wir gerne einen Termin mit Ihnen.
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Informationen von A bis Z:

Verschiedenes

Familien - Kindergeld

Familien - Kindergeld

Formular E411

Dies ist die Bescheinigung über den Anspruch auf Familienleistungen wenn Wohn- und Arbeitsland verschieden sind.
Arbeitnehmer haben nach den Rechtsvorschriften des Landes, in dem sie erwerbstätig sind, Recht auf Familienleistungen. Hierbei spielt es keine Rolle in welchem Mitgliedstaat die Familienangehörigen wohnen. Familienangehörige, die in einem anderen Land als der Versicherte wohnen, haben Anspruch auf Familienleistungen als ob sie in demselben Land wohnen würden wie der Versicherte. Im Wohnland der Familienangehörigen kann jedoch auch ein Anspruch auf Familienleistungen bestehen, wenn zum Beispiel eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird. Die Konsequenz ist, dass mehrere Ansprüche auf Familienleistungen zusammentreffen.
Um herauszufinden welcher Träger für die Zahlung zuständig ist, wird der Vordruck E411 benötigt.
Dieses Formular besteht aus den Teil A und B. Der zuständige Träger im Arbeitsland füllt den Teil A aus und sendet das Formular an den zuständigen Träger (INPS Meran), welche den Teil B ausfüllen und somit Auskunft über die Ansprüche der Familienleistungen im Wohnsitzland  geben. Das ausgefüllte Formular wird von INPS auf dem Postwege wieder an die angeführte Ausgleichskasse/Behörde zurückgeschickt.
Wichtig: sollte der in Südtirol lebende Elternteil berufstätig sein, sind die entsprechenden Anträge um die Familienzulagen zu stellen. D.h. folgende Personen müssen zuerst den Antrag auf Familiengeld stellen:

  • Erwerbstätige bei privaten und öffentlichen Arbeitgebern
  • Arbeitslose
  • Selbstständige Bauern/Bäuerinnen
  • Landwirtschaftliche Taglöhner/innen
  • Hausangestellte
Sind die Leistungen des Wohnlandes jedoch geringer als die des zuständigen Trägers im Arbeitsland, zahlt dieser eine Differenzzulage. 


Beispiel: Kinderzulagen und Beiträge Graubünden
für das Jahr 2018
Gültig ab 1. Januar 2018
Beitrag in % bewilligte Zulagen ab: Zulage
pro Monat
1.65 pro Kind (bis 16. Altersjahr)
für Kinder in Ausbildung
Fr. 220.–
Fr. 270.–

FAR-Rente vorgezogene Rente

FAR-Rente vorgezogene Rente

Antragsfristen
 

  • Der frühest mögliche Rentenbeginn ist der Monat nach Ihrem 60. Geburtstag.
  • Das Leistungsgesuch muss spätestens 6 Monate vor dem 60. Geburtstagoder
6 Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn bei der Stiftung FAR eingehen.
 
  • Die Rente wird um die Zeitspanne aufgeschoben, um welche das Gesuch zu spät eingereicht worden ist. Für das Einhalten der Frist sind Sie verantwortlich.
Bitte beachten Sie, dass wir aus rechtlichen Gründen nur ausgedruckte und unterschriebene Leistungsgesuche  akzeptieren, die uns auf dem Postweg zugestellt werden.


Per Einschreiben an: Stiftung FAR, Obstgartenstrasse 19, 8006 Zürich.
 
Anspruchsgrundlagen ordentliche Rente
  • Mindestens eine dem Gesamtarbeitsvertrag für den flexiblen Altersrücktritt (GAV FAR) unterstellte Vollzeitbeschäftigung in Betrieben, die dem GAV FAR unterstellt sind vor dem Rentenbeginn, davon .
Anspruchsgrundlage gekürzte Rente
  • Mindestens eine dem GAV FAR unterstellte Beschäftigung in Betrieben, die dem GAV FAR unterstellt sind vor dem Rentenbeginn, davon
 
  • Während der letzten 7 Jahre vor dem Leistungsbezug  darf die Beschäftigung durch maximal 2 Jahre Arbeitslosigkeit unterbrochen sein (eine sofortige Anmeldung beim RAV ist Voraussetzung).
 
  • Die Kürzung beträgt 1/180 für jeden fehlenden Monat. FAR-Renten für saisonal Beschäftigte, Teilzeitbeschäftigte und IV-Bezüger werden nach speziellen Regeln berechnet.
Achtung – Originalunterschrift nicht vergessen! Kann auch bereits mit unvollständigen Unterlagen zur Fristwahrung eingereicht werden!

Pendlergeld

Pendlergeld


 Habe auch ich als Grenzpendler Anrecht auf einen Fahrtkostenbeitrag von der Landesregierung?

Ja, auch als Grenzpendler hat man Anrecht auf das sogenannte Pendlergeld. Dabei sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Entfernung Wohn- Arbeitsort mindestens 18 Km;
  • Arbeitnehmer sein;
  • An mindestens 120 Tagen gearbeitet bzw. gefahren zu sein;
  • Kein öffentliches Verkehrsmittel darf zur Verfügung stehen, falls doch dann mit einer Wartezeit von mindestens 60 Minuten;
  • Das persönliche Einkommen darf 50.000 € nicht übersteigen.
Das Gesuch wird jährlich über den Online-Dienst (aktivierte Bürgerkarte oder SPID) gemacht. Beiträge unter 200 € werden nicht ausbezahlt! Für Grenzpendler wird nur die Strecke vom Wohnort bis zur Staatsgrenze berechnet!
Infos 

Quellensteuer Schweiz Tarifeinstufung

Quellensteuer Schweiz Tarifeinstufung

Tarifcode A  für Alleinstehende, ohne Kinder zu Lasten
Tarifcode B  für verheiratete Alleinverdiener
Tarifcode C  für verheiratete Doppelverdiener
Tarifcode F  für italienische Grenzgänger (Doppelverdiener)
Tarifcode H  für Alleinerziehende / Halbfamilien
Dies sind die 5 gängigen Tarifeinstufungen welche für unsere Grenzpendler in Frage kommen.
Zum besseren Verständnis folgendes Beispiel:
Mann arbeitet in der Schweiz, Frau arbeitet in Südtirol, 2 Kinder unter 16 Jahren.
Es wird folgender Tarif angewandt F2Y oder F2N
F steht für Grenzgänger
2 für die Anzahl der Kinder zu Lasten
Y für die Kirchensteuer
N ohne Kirchensteuer
Gehen wir nun davon aus dass dieser Mann ein monatliches Bruttoeinkommen von SFR 5050 bezieht, werden zwischen 5,47% und 5,12% Quellensteuer abgezogen, je nachdem ob mit oder ohne Kirchensteuer!
Ein alleinstehender Mann mit demselben Bruttoeinkommen hat einen Steuertarif zwischen 9,01% und  8,46%.
Zum Vergleich eine alleinerziehende Person mit 2 Kindern zu Lasten mit Tarif H2N, bezahlt keine Quellensteuer.
Der begünstigte Steuertarif H ist mit den Familienzulagen/Kindergeld in der Schweiz gekoppelt. Der sogenannte Kinderabzug wird auch dann gewährt wenn nur ein Teil des Familiengeldes zusteht. Dies kann der Fall sein wenn 1 Elternteil in Südtirol berufstätig ist und  über seinen Arbeitgeber die Familienzulage bekommt und  der andere Elternteil in der Schweiz arbeitet. Dieser muss dann in der Schweiz um die Differenz zur italienischen Familienzulage ansuchen.
Damit die Schweizer Behörde/Steuerverwaltung davon Kenntnis bekommt wird das Formular E411 benötigt.

Christine Stieger 3/2018

Wer ist Grenzpendler nach Österreich

Wer ist Grenzpendler nach Österreich

GRENZGÄNGER –PENDLER nach ÖSTERREICH

  • Grenzgänger sind Personen die in einem Staat wohnen und im anderen nicht-selbstständig arbeiten.
  • Wohnort und Arbeitsstätte müssen in Grenznähe liegen.
  • Darüber hinaus kehrt ein Grenzgänger nach seiner Arbeit in der Regel täglich in sein Wohnsitzland zurück.
  • Die Besteuerung des Grenzpendlers nach Österreich findet im Wohnsitzland, also in Italien statt. Das bedeutet dass der Arbeitgeber in Österreich keine Lohnsteuerabzüge tätigt.
  • Die Befreiung von der Lohnsteuer in Österreich wird durch die Vorlage der Grenzgängerbescheinigung/Ansässigkeitsbestätigung erwirkt. Diese muss der Arbeitnehmer bei der zuständigen Agentur der Einnahmen – Agenzia delle Entrate beantragen und dem Arbeitgeber in Österreich aushändigen.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge (Pension, Krankenkasse) werden in Österreich getätigt.
Christine Stieger
3/2018

Wer ist Grenzpendler in die Schweiz

Wer ist Grenzpendler in die Schweiz

GRENZGÄNGER –PENDLER in die SCHWEIZ
Nicht jeder, der in der Schweiz eine Grenzgängerbewilligung G hat, ist auch automatisch nach italienischen Kriterien ein Grenzpendler.

Grenzgänger laut italienischer, steuerlicher Definition:
Der Grenzgänger muss täglich von seinem Wohnort in Italien in die angrenzende Schweiz pendeln.
Der Wohnort muss im Grenzgebiet innerhalb von 20 km liegen.
Diese Regelung gilt nur für die angrenzenden Kantone Graubünden (für Südtirol), Wallis und Tessin.

Es gibt folgende Bewilligungen laut Schweizer Regelung:
Grenzgängerbewilligung G:
Wird gegen Vorlage eines Beschäftigungsvertrages ausgestellt. Diese Bewilligung ist nicht nur auf Grenzgebiete beschränkt. Sie berechtigt nicht zur Wohnsitznahme in der Schweiz. Man ist verpflichtet mindestens einmal pro Woche an den Wohnsitz in Italien zurückzukehren.
Kurzaufenthaltsbewilligung L:
Gilt bis zu 365 Tage für abhängig Beschäftigte und erlaubt auch den Aufenthalt in der Schweiz.
Die Mehrheit der Saisonarbeitskräfte hat diese Bewilligung. Maximaldauer 5 Jahre.
Aufenthaltsbewilligung B:
Wird gegen Vorlage eines wenigstens einjährigen oder unbefristeten Beschäftigungsvertrages ausgestellt. Berechtigt zur Wohnsitznahme in der Schweiz. Dies bedeutet die Streichung aus der Heimatgemeinde und die Aufnahme in das AIRE Register (Verzeichnis der italienischen Staatsbürger im Ausland).
Niederlassungsbewilligung C:
Wird 5 Jahre nach der Aufenthaltsbewilligung B ausgestellt. Dies bedeutet eine faktische Gleichstellung mit Schweizer Staatsbürger, mit Ausnahme der Wehrpflicht und des Wahlrechtes.
 
Wer bis zu 90 Tagen oder 3 Monaten in der Schweiz erwerbstätig ist braucht keine Bewilligung!
 
Christine Stieger
3/2018

Grenzpendler

Mitarbeiterin für Grenzpendler

Christine Stieger

Marktgasse 4
I - 39024 Mals
Tel. +39 0471 941705 
Email: grenzpendler@kvw.org

Donnerstag
8:30 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr
Freitag
8:30 bis 12:00 Uhr
​Nachmittags nach Terminvereinbarung

jeden ersten Samstag im Monat
8:30 bis 12:00 Uhr

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