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Für eine Ausdehnung des Sonntagsschutzes

Frauen im KVW begrüßen eine Reduzierung der Ladenöffnungszeiten

Helga Mutschlechner Holzer
Für die Frauen im KVW ist es wichtig, dass es einen gemeinsamen, freien Tag in der Woche gibt. Durch die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten war dies ein Stück weit untergraben worden, viele Angestellten im Handel mussten am Sonntag arbeiten.

Die Frauen im KVW begrüßen die geplante Änderung der Öffnungszeiten der Geschäfte an Sonntagen. Nach der völligen Liberalisierung wird nun wieder von einer Reduzierung der Öffnungszeiten gesprochen, vor allem sollten die Geschäfte nicht jeden Sonn- und Feiertag offen sein dürfen. „Dieses Anliegen vertreten die Frauen im KVW schon seit Jahren“, erklärt Helga Mutschlechner, Vorsitzende der KVW Frauen. „Da vor allem Frauen als Verkäuferinnen arbeiten, sind sie und ihre Familien in erster Linie betroffen“. Gerade Familien brauchen einen gemeinsamen, freien Tag, ist Mutschlechner überzeugt.
Der Sonntag solle weiterhin ein besonderer Tag bleiben, an dem möglichst viele Menschen nicht einer Erwerbsarbeit nachgehen, sondern ihn mit Familie und Freunden verbringen können. Der gemeinsame, freie Tag soll der Ruhe, Erholung und Pflege der Gemeinschaft dienen.
Es wird immer Berufe geben, in denen sonntags gearbeitet werden muss. Dies soll aber nicht Anlass sein, Sonntagsarbeit auch auf andere Berufsgruppen auszudehnen, in denen keine unbedingte Notwendigkeit besteht.
„Vielleicht sorgt es auch für mehr Gerechtigkeit, wenn alle Geschäfte am Sonntag geschlossen bleiben“, gibt Frauenvorsitzende Mutschlechner zu bedenken. Die großen Handelsketten greifen oftmals auf Beschäftigte mit prekären Arbeitsanstellungen zurück, um offen halten zu können. Kleinere Geschäfte mit fixen Angestellten und Familienbetriebe konnten da nicht immer mithalten.