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Mit Widerstandskraft durch die instabilen Zeiten Primar Conca trifft KVW Seniorenklubleiter

Die Vorsitzende der KVW Senioren, Maria Kusstatscher, hat die Seniorenklubleiterinnen und -leiter zu einem Austauschtreffen eingeladen. Es stand unter dem Thema „Stabilität auch in instabilen Zeiten erfahren“. Einerseits ging es darum, dass sich die Klubleiter darüber austauschen, was zur Zeit möglich ist und wie es ihnen mit den Einschränkungen geht. Andererseits wurden von Primar Andreas Conca wertvolle Inputs und Erklärungen gegeben, was die Pandemie mit den Menschen macht, was sie auch mit älteren Menschen macht bzw. welche Chancen in einer derartigen Krise liegen.

Seniorenklubs können wenig ihrer Tätigkeit durchführen
Die Seniorenklubleiterinnen und -leiter im KVW trafen sich online zu einem Erfahrungsaustausch. Seit einem Jahr finden – mit wenigen Ausnahmen im Sommer – keine Treffen in den Seniorenklubs statt. Die ansonsten rege Tätigkeit in den über 100 Seniorenklubs des KVW im ganzen Land ruht gezwungenermaßen. Beim Austauschtreffen berichteten einige Klubleiter, dass sie mit Geburtstagskarten und Anrufen versuchen, in Kontakt mit den älteren Menschen zu bleiben. Diese Zeichen werden gerne angenommen, ansonsten ist schon auch Angst zu spüren und direkte Kontakte werden vermieden. Auch die Besuche in den Altersheimen, die von manchen Klubleiterinnen regelmäßig durchgeführt wurden, sind nicht mehr möglich.
Andererseits berichten die Klubleiterinnen und -leiter, dass viele Senioren ihre eigene Situation recht positiv sehen und eher Mitleid mit den jungen Menschen, den Arbeitslosen und Familien haben. Sie selber erhalten eine Rente, haben eine Wohnung, können innerhalb der Gemeinde ihre Spaziergänge machen und sie sind zufrieden mit dem Essen und der medizinischen Versorgung. Sie sehen jedoch, dass es vielen anderen nicht so gut geht. 

Primar Conca nennt Pandemie einen Stresstest
Zum Online-Treffen zugeschaltet wurde Andreas Conca, Primar für Kinder- und Jugendpsychiatrie, eingeladen. Er sprach zum Thema „Stabilität auch in instabilen Zeiten erfahren“. Conca nannte die Pandemie einen Stresstest für die Gesellschaft: alle Strukturen werden durchgeschüttelt, das Denken, die Gefühle, die soziale Tätigkeit, die Wirtschaft, der Biorhythmus, das Bildungssystem, die Umweltpolitik. Ein Stresstest macht Schwachstellen sichtbar oder zeigt auf, wo etwas hält.
Es ist aber auch ein Stresstest für den Einzelnen: die Pandemie betrifft uns alle. Bei mangelnder Resilienz kann es zu psychischen Störungen führen. Ältere Menschen haben schon Krisen durchgemacht, sie können auf einen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Bei Kindern und Jugendlichen hingegen können psychische Störungen neu auftreten.  
Die Widerstandskraft kann geübt werden, sie ist wie eine „Impfung für die Seele“. Durch ihre Lebenserfahrung sind ältere Menschen im Vorteil, wenn es darum geht, optimistisch zu bleiben, zu akzeptieren ohne zu jammern, lösungsorientiert zu denken und die Opferrolle zu verlassen und Verantwortung zu übernehmen. Auch das Netzwerken zählt Conca zu einer guten Übung für mehr Resilienz. Dieses Austauschtreffen der Seniorenklubleiter sei ein gutes Beispiel für eine Übung der Widerstandskraft. Sich als Gruppe von Gleichgesinnten zu treffen mache schlagkräftig, es stärkt das Selbstbewusstsein und mache selbstwirksam. Conca lobte sie über 40-köpfige Gruppe für ihr „hochaktives, verantwortungsvolles und bürgernahes Handeln“.