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Plattform Land

Innenentwicklung und Flächenverbrauch rücken in den Fokus

Auf ein arbeitsreiches Jahr blickte die Plattform Land auf ihrer Mitgliederversammlung zurück. Schwerpunkt war die Nachhaltigkeit im ländlichen Raum. 
Heuer will sich die Allianz für den ländlichen Raum stärker dem Flächenverbrauch widmen. Mit dem Dachverband für Soziales und Gesundheit ist das 16. Mitglied aufgenommen worden. 


Die intelligente Flächennutzung und der Erhalt der Attraktivität des ländlichen Raumes sind die zwei Hauptanliegen der Plattform Land. Mit der Lebensqualität im ländlichen Raum hat sich die Plattform Land im letzten Jahr u. a. im Rahmen des Projektes „FLOW“ beschäftigt. Dazu wurde eine Studie zu den Zu-, Bleibe- und Abwanderungsgründen im ländlichen Raum durchgeführt.
Ein Pilotprojekt zu lokalen Wirtschaftskreisläufen sowie zu Vinschger Gerichten hatte ebenfalls die Attraktivität des ländlichen Raumes zum Ziel.
Im Juni wurde aus aktuellem Anlass eine Onlineveranstaltung über „Familie und Beruf in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling“ organisiert.
Die Jahrestagung im Herbst befasste sich dann mit der „Nachhaltigkeit im ländlichen Raum“ und der Frage, welche Chance die Nachhaltigkeit der Peripherie bietet.
Zwei Projekte – „Shelter“ und das Leerstandsmanagement – hatten hingegen den Flächenschutz zum Inhalt. Dazu gab es einen „Tag der Innenentwicklung“ in Taufers im Münstertal und ein Symposium. 
Im Rahmen des Leerstandsmanagements wurden in 15 Gemeinden die Leerstände erhoben. 
2021 will sich die Plattform Land verstärkt mit der intelligenten Flächennutzung befassen. „Dazu gehört, dass das Leerstandsmanagement fortgeführt wird“, sagte Präsident Andreas Schatzer. Zudem will die Plattform Land ihr Beratungsangebot für Gemeinden erweitern. „Neben der Erhebung der Leerstände und Sensibilisierungsmaßnahmen können zukünftig auch die Kosten für Neubaugebiete mit den Sanierungskosten im Bestand verglichen werden. Zudem wird die Plattform Land Nutzungskonzepte für Leerstände ausarbeiten und weitere Beratungen anbieten – in Zusammenarbeit mit Experten.“ Auch sei eine spezifische Beratung für eine integrierte Dorfentwicklung geplant, die u. a. auch neue Arbeits- und Wohnmodelle, regionale Kreisläufe, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mobilität und einiges mehr berücksichtige. 
Um „Innenentwicklung und Flächenverbrauch“ geht es auch auf der Jahrestagung am 27. Mai. Dort werden positive Beispiele aus Südtirol, Österreich und der Schweiz, wie der Flächenverbrauch reduziert werden kann, vorgestellt. Zudem geht es um die Frage, ob Südtirol auf dem Weg zum „Netto 0“-Flächenverbrauch ist.
Auf der Mitgliederversammlung gutgeheißen wurde eine Studie zur Zukunft des ländlichen Raumes. „Es geht hier aber nicht um die x-te Studie zum ländlichen Raum. Vielmehr sollen auf der Basis bereits bestehender Studien Leitsätze entwickelt werden. Geplant ist weiters, Leuchtturmprojekte auszuwählen, die als Beispiele für andere Gemeinden dienen sollen“, sagte Plattform-Land-Geschäftsführer Ulrich Höllrigl.
Diskutiert wurde auch der Recovery Plan. Die Plattform Land hofft, dass die Gelder auch für Initiativen im ländlichen Raum verwendet werden. Auf alle Fälle müssten die Chancen des Recovery Plans für den ländlichen Raum genutzt werden. 
Zukünftig wird ein neues Mitglied die Geschicke der Plattform Land mitbestimmen. „Wir haben einstimmig den Dachverband für Soziales und Gesundheit als 16. Mitglied aufgenommen“, freute sich Präsident Andreas Schatzer. Damit werde die soziale Kompetenz der Plattform Land gestärkt und soziale Themen würden noch stärker in den Mittelpunkt gerückt.


Zur Plattform Land:
Die „Plattform Land“ ist eine Südtiroler Allianz für lebendige ländliche Räume und intelligente Flächennutzung.
Dafür setzt sie sich für funktionierende Dienste und Infrastrukturen, wie die Nahversorgung, soziale und medizinische Dienste oder schnelle Internetverbindungen, sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohnmöglichkeiten vor Ort ein. 
Ein weiterer Schwerpunkt ist eine intelligente Flächennutzung, etwa durch eine Nutzung von Leerständen, um wertvollen Kulturgrund zu schützen. 
Um diese Ziele zu erreichen, gibt die „Plattform Land“ u. a. Denkanstöße, arbeitet Vorschläge aus, organisiert Tagungen oder bietet verschiedene Dienstleistungen an.
Die „Plattform Land“ ist 2013 vom Südtiroler Bauernbund und dem Südtiroler Gemeindenverband ins Leben gerufen worden und ist seit April 2017 ein Verein. 
Der KVW ist eines der 16 Mitglieder.