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Energiesparen und weitere Vorteile KVW fordert dringend die Verlängerung des Energiebonus

Leistbares Wohnen ist mit dem Energiebonus begünstigt und soll weiterhin möglich sein, so die Forderung des KVW. Leider verfällt das Gesetz zu Jahresende und es soll dringend verlängert werden, fordert Olav Lutz vom KVW Vorstand und Experte in Sachen Wohnbau. Das geltende Gesetz sieht vor, dass ein Kubaturbonus von 200 m3 möglich ist, wenn ein bestehendes Wohngebäude energetisch saniert und erweitert wird. Diese Maßnahme wurde vielfach verwendet, um bei einem bestehenden Haus eine zweite Wohnung auszubauen. Kinder konnten somit im Haus der Eltern ihre Erstwohnung bauen bzw. ausbauen.
 
Der Katholische Verband der Werktätigen (KVW) sieht viele positive Auswirkungen des seit 2014 in Südtirol geltenden Energiebonus. Er schafft Anreize, ein bestehendes Gebäude energetisch zu sanieren, denn dadurch gibt es die Möglichkeit für eine Erweiterung. Vordergründig dient die Maßnahme dem Energiesparen und somit der Umwelt. Jedoch wird auch die Baudichte erhöht und Kulturgrund gespart, wenn in einem bestehenden Haus eine zweite Wohnung dazugebaut wird. Dies beugt auch der Landflucht vor, denn wer in seinem Ort umbauen günstiger umbauen kann, zieht nicht so leicht weg.
KVW Vorstandsmitglied Olav Lutz erklärt, dass so des öfteren junge Erwachsene in ihrem Elternhaus für sich eine eigene Wohnung errichten konnten. „Dies bringt zahlreiche Vorteile für beide Generationen“, so Lutz. Dadurch kann die Parterrewohnung altersgerecht umgebaut werden. Die Großeltern sind nicht allein, sie können bei der Kinderbetreuung mithelfen oder eine Pflege zuhause fällt leichter.
Es profitiert aber auch die heimische Wirtschaft, sagt Olav Lutz. Bei einem Umbau kommen meist die heimischen Kleinbetriebe und lokalen Handwerker zum Zug.
„Leider stellen wir nun fast eine Torschlusspanik fest“, erklärt Olav Lutz, der als Wohnberater tätig ist. Der Energiebonus verfällt mit Jahresende, die Gemeindebauämter sind mit den Anfragen teilweise überfordert. Deshalb fordert der KVW die Landesregierung auf, schon jetzt für eine Verlängerung des Gesetzes zu sorgen. Dies nimmt Druck von den Gemeindebauämtern und den Interessierten die Angst, dass es eventuell nächstes Jahr diese Chance nicht mehr gibt.