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47. Grenzpendlertagung in Schluderns

Themen und Anliegen der geschätzten 1200 Grenzpendler: Krankenversicherung und Mutterschutz, Beratungsstelle in Mals wird fortgeführt, Newsletter informiert über Neuerungen

Mutterschutz und Familienförderungen war einer der Schwerpunkte der heurigen Grenzpendlertagung, zu der um die 120 Grenzpendler aus dem oberen Vinschgau sich getroffen haben. Der Schweizer Gewerkschafter Arno Russi erklärte die gesetzlichen Bestimmungen in der Schweiz, Karin Sanin vom Patronat KVW-ACLI ging auf die in Südtirol geltenden Gesetze und Bestimmungen ein. Frauen und Familien in Südtirol können Leistungen des Staates, der Region und des Landes in Anspruch nehmen. Es gelten, je nach Leistung, unterschiedliche Voraussetzungen in Bezug auf Einkommen, Vermögen, Alter der Kinder usw.

Christine Stieger führt seit einem Jahr die Beratungen für die Grenzpendler in der eigens in Mals angesiedelten Stelle durch. Sie gab ein positives Resümee, die Stelle hat sich bewährt. An zwei Tagen pro Woche werden Beratungen angeboten, im Durchschnitt suchen 10 Ratsuchende an den beiden Tagen direkt das Büro auf. Dazu kommen noch zahlreiche Anfragen über Telefon und Email, auch aus der östlichen Landeshälfte, wo es Grenzpendler nach Österreich sind.
Die Grenzpendlerstelle informiert mit einem  Newsletter über Neuerungen und aktuelle Termine. Dieser kann bei der Stelle in Mals abboniert werden

 

Um die Krankenversicherung ging es in den Referaten von Generalsekretär Florian Zerzer und Abteilungsdirektor Martin Matscher. Während es vor einigen Jahren noch Unklarheiten diesbezüglich gab, ist es inzwischen klar, dass Grenzpendler ein Optionsrecht für die Eintragung in den Südtiroler Landesgesundheitsdienst haben. Sie müssen dafür immer eine eigene Meldung im Gesundheitssprengel mache n und die Grenzgängerbewilligung G vorweisen.

Einen Überblick über den Steuerausgleich für die Gemeinden gab Dieter Pinggera von der Bezirksgemeinschaft. Die letzten vorliegenden Zahlen beziehen sich auf 2016: für das Jahr werden 1,1 Millionen Euro an die neuen Gemeinden des oberen Vinschgaus ausbezahlt. Die Gemeinden werden diese Gelder – die nach der Anzahl der Grenzpendler an die Gemeinden ausbezahlt werden – für Infrastrukturprojekte verwenden.

Bewährt hat sich auf die anlässlich der vergangenen Grenzpendlertagung eingesetzte Arbeitsgruppe, die sich im vergangenen Jahr wiederholt getroffen hat. Dabei werden aktuelle Themen und Anliegen besprochen. Josef Trafojer, Sprecher der Grenzpendler, zog eine positive Bilanz für die Arbeit der vor einem Jahr gegründeten Arbeitsgruppe.

Erich Achmüller, Vorsitzender der Südtiroler in der Welt, bedankte sich bei der bisherigen zuständigen Landesrätin Martha Stocker für ihr Engagement und ihren Einsatz.