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Wertschätzung drückt sich auch in konkreter Unterstützung aus

KVW: Familien nicht wieder allein lassen

Der KVW Vorstand hat sich mit der Situation der Familien befasst. Die fehlende Sommerbetreuung bringt Familien mit Kindern in Schwierigkeiten. Nachdem sie die Zeit der physischen und psychischen Isolation überstanden haben, werden sie jetzt wieder allein gelassen. Ihre Bedürfnisse und Schwierigkeiten werden nicht gesehen.
 
Die vergangenen Monate waren für viele Familien im Land eine harte Zeit der großen Herausforderungen. Mit viel Einsatz, Aufwand und auch Entbehrungen haben sie versucht, die Zeit bis zum Schulende gut zu verbringen. Zwischen Homeoffice, Kurzarbeit oder Zeitausgleich der Eltern, Homeschooling, Haushalt und Kinderbetreuung haben sie ihr bestes gegeben. Und nun zeigt es sich, dass es in den nächsten Wochen und im Sommer nicht leichter wird. Die Landeskindergärten bieten keine Dienste an, die Gemeinden und privaten Anbieter versuchen nun ihre Angebote auszudehnen. Viele Familien mit Kindern stehen vor der Anforderung, elf Wochen Sommerferien zu überbrücken. Das ist zwar jeden Sommer so, aber heuer ist es in besonderen Maßen ein Problem. Eltern haben ihren Jahresurlaub oft schon aufgebraucht oder können nicht wie geplant Urlaube im Sommer nehmen. In der vergangenen Sitzung des KVW Vorstands wurde der Umstand kritisiert, dass sie damit völlig allein gelassen werden, es gebe keine einheitliche Unterstützung im Land, die den besonderen Herausforderungen der derzeitigen Zeit angepasst wäre. Dass sich einige öffentlich Bedienstete der Schule, Musikschule und Kindergärten freiwillig für einen Dienst im Sommer für eine oder zwei Wochen gemeldet haben, ist zwar durchaus ein positives Zeichen, in der Realität dann aber schwer zu koordinieren und wenig hilfreich, um damit eine gesicherte und kontinuierliche Betreuung für die Eltern anbieten zu können.
Nachdem die Familien schon in den vergangenen Monaten durch die Schließung von Kitas, Kindergärten und Schulen eine große Last auf sich genommen haben, wäre ein den besonderen Herausforderungen dieser Zeit gerechtes Angebot höchst notwendig.
 
„Die Sommerbetreuung liegt wie jeden Sommer in der Hand der Gemeinden und privaten Anbieter“, stellen Ursula Thaler und Helga Mutschlechner vom KVW Vorstand fest. Nur in diesem Jahr sind die Herausforderungen für die Familien und für die Anbieter andere. Eltern haben ihren Jahresurlaub oft schon aufgebraucht, können nicht mehr mit Freistunden jonglieren und wissen nicht, wie es im Sommer nun weiter gehen soll. Wer keine Oma oder keinen Opa als Betreuungshilfe hat, der ist meistens in einer besonders schwierigen Situation. Es muss doch auch Aufgabe der Landespolitik sein, sich aktiv und engagiert für die Familien und ihre Bedürfnisse einzusetzen und in dieser besonderen Zeit auch besondere Angebote zu schaffen oder zumindest die Rahmenbedingungen so zu setzten, dass Angebote für Familien geschaffen werden können. Der Einsatz für die Wirtschaft, für die Öffnung der Grenzen und den Neustart des Tourismus ist auch gegeben und ist wichtig für uns alle. Aber „Wertschätzung den Familien gegenüber drückt sich durch rasche, unbürokratische finanzielle Unterstützung und ganz konkrete Angebote aus, die sie für die Sommerbetreuung ihrer Kinder dringend benötigen“, sind Thaler und Mutschlechner überzeugt. Besondere Zeiten wie diese haben von uns allen besonderen Einsatz gefordert! In der Hilfestellung für Familien gibt es noch dringenden Bedarf