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25 Jahre Afi Referenzpunkt für soziale Gerechtigkeit in Südtirol

Am 22. September 2021 fand auf Schloss Maretsch die Feier zum 25-jährigen Bestehen des AFI | Arbeitsförderungsinstituts statt. Begrüßt wurden die 100 angemeldeten Gäste neben AFI-Präsident Dieter Mayr auch von Landeshauptmann Arno Kompatscher und von Arbeitslandesrat Philipp Achammer; mit Luca Visentini (Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes ETUC) und Johann Kalliauer (Vizepräsident der Bundesarbeiterkammer Österreich) waren zudem namhafte Gastredner per Videokonferenz zugeschaltet. Zum Programm der Veranstaltung gehörte auch ein Runder Tisch mit führenden Vertreter/Innen der sechs AFI-Trägerorganisationen.
 
„Das AFI feiert sein 25-jähriges Bestehen und blickt nach vorne“: Unter diesem Motto bot die infolge der Corona-Pandemie mit einjähriger Verspätung abgehaltene Jubiläumsfeier reichlich Gelegenheit zur Rückschau und zur Zukunftsplanung. Wie die Vertreter aller sechs Trägerorganisationen bei einem Runden Tisch unterstrichen, sei das AFI inzwischen zu einem wichtigen Kompetenzzentrum für Gewerkschaften und Sozialverbände avanciert. In seinem Schlussplädoyer sagte AFI-Direktor Stefan Perini: „Die Notwendigkeit, die Klimawende zu meistern, ohne dass dies zur Aufspaltung der Gesellschaft führt, ist die zentrale Herausforderung der Zukunft. Das AFI muss sich künftig auch als ein Garant für Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit im Land sehen.“
 
AFI-Präsident Dieter Mayr hob seinerseits die Bedeutung des Arbeitsförderungsinstituts für Gewerkschaften und Sozialverbände hervor. Es gebe „den Arbeitnehmer/Innen in Südtirol eine Stimme und liefert den Trägerorganisationen Argumentationsgrundlagen, damit sie ihre Anliegen im Interesse der Arbeitenden besser durchbringen können“. In vielen Themen wie Wohnen oder Steuergerechtigkeit sei das AFI mittlerweile „zum Sprachrohr für die kleinen Leute avanciert“. Landeshauptmann Arno Kompatscher hob hervor, das AFI sei eine wichtige Ergänzung in der Meinungsbildung. Arbeitslandesrat Philipp Achammer betonte die wichtige Arbeit des Instituts, gerade auch in der jüngsten Pandemiezeit, um die Anliegen und Sorgen der Arbeitnehmerschaft sichtbar zu machen – auch und vor allem durch das vierteljährliche AFI-Barometer.
 
Gastredner aus Brüssel und Wien
 
Live über ZOOM aus Brüssel zugeschaltet war Luca Visentini, seines Zeichens Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (ETUC). Er sprach über die Rolle der Gewerkschaften in und nach der Covid-19-Krise. Als eine der größten Herausforderungen nannte er das Spannungsfeld zwischen Gewerkschaften und Nachhaltigkeit.
 
Aus Wien zugeschaltet war der Vizepräsident der Bundesarbeiterkammer Österreich Johann Kalliauer. Er hob den partizipativen Aspekt hervor: „Ein umfassender Transformationsprozess kann nur gelingen, wenn er politisch gemeinsam geplant und gesteuert wird, damit niemand zurückgelassen wird“.
 
Nah an den Leuten, vielfältig in den Themen
 
Das AFI sei nah an den Leuten, vielfältig in den Themen und bringe den Gewerkschaften und sozialen Organisationen einen konkreten Nutzen, um Phänomene zu verstehen und sie mit Daten zu untermauern: so das Fazit am Runden Tisch, an dem Donatella Califano (SGBCISL), Cristina Masera (CGIL/AGB), Tony Tschenett (ASGB), Toni Serafini (UIL-SGK), Werner Steiner (KVW) und Luciano Nervo (ACLI) teilnahmen. Unterstrichen wurde die wichtige Forschungs- und Sensibilisierungsarbeit des Instituts durch die Veranstaltungsreihe „Arbeit 4.0“ und die Vertiefungen des lokalen Wohlfahrtstaats (Welfare-Studien-Trilogie, 2015-16). In einigen Fällen habe das AFI Pionierarbeit geleistet, etwa mit der ersten Armutskonferenz im Jahr 2007, mit der ersten Studie zur Einkommensverteilung 2006 oder 2016 mit der ersten umfassenden Erhebung der Arbeitsbedingungen.