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Vollversammlung und 60 Jahrfeier der Südtiroler in der Welt

in Meran

VERBINDUNG ZUR HEIMAT AUFRECHT ERHALTEN!
 
Vor 60 Jahren wurde die Arbeitsstelle für Südtiroler Heimatferne gegründet. Dies ist Anlass Rückschau zu halten. Die Arbeitsstelle Südtiroler in der Welt ist ein wichtiger Bezugspunkt und Anlaufstelle für die Anliegen der zahlreichen Südtirolerinnen und Südtiroler, die im Ausland leben. Zahlreiche Vereinsvertreter und Ehrengäste feierten heute in Meran das 60-jährige Bestehen der Arbeitsstelle. 
Die Feierlichkeiten begannen mit einer heiligen Messe in der Kirche Maria Trost in Meran.
P. Cyrill Greiter erinnerte in seiner Predigt daran, dass nicht nur die Landschaft und die vertrauten Menschen uns eine Heimat geben würden, sondern auch der Glaube an Gott geistige Heimat biete. Und er ermahnte, die neuen Heimatfernen nicht zu vergessen, die in unser Land kommen.
Die Feierlichkeiten wurden im Kulturzentrum KiMM in Meran fortgesetzt. Der Vorsitzende der Arbeitsstelle Erich Achmüller konnte zahlreiche Vereinsvertreter aus den 25 Vereinen im Ausland und viele Ehrengäste begrüßen. Neben dem Landeshauptmann Arno Kompatscher, dem Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder waren die Landesrätinnen Martha Stocker und Waltraud Deeg (gleichzeitig auch Vorstandsmitglied der Südtiroler in der Welt), der ehemalige Meraner Bürgermeister Günther Januth, der KVW Landesvorsitzende Werner Steiner, der Geschäftsführer des KVW Werner Atz und Armin Hilpold (Präsident des Netzwerks „Südstern“) anwesend. Als Schwerpunkte für die Arbeit mit den Heimatfernen nannte Achmüller die Information mittels der Zeitschrift „Heimat und Welt“, die Unterstützung der Vereine vor Ort und den Dialog mit der zweiten und dritten Generation der Ausgewanderten. Er erinnerte daran, dass der Aufbau der Arbeitsstelle nur möglich war, da es neben den Auswanderern - also den direkt Betroffenen - auch Menschen gab, die sich um sie bekümmert haben, die die Verantwortung gespürt haben und denen das Schicksal der Migranten nicht gleichgültig war.
Landesrätin Martha Stocker – zuständig für die Belange der Heimatfernen in der Landesregierung – erinnerte daran, dass die Arbeitsstelle der Heimatfernen zu einer Zeit gegründet wurde, als vieles in Südtirol im Aufbruch und Umbruch war. Viele verließen damals mit schwerem Herzen die Heimat mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. So würde es nun den vielen Menschen ergehen, die derzeit auch auf der Suche nach einer neuen Heimat, einem besseren Leben seien. Daher sollten wir dazu beitragen, dass dies gelingen kann – bei allem Wissen, dass dies keine leichte Aufgabe sei und wir uns manchmal überfordert fühlten. 
Günther Januth überbrachte die Grußworte in Vertretung des amtierenden Bürgermeisters Paul Rösch. Martin Depian, Vorsitzender der Vereine der Südtiroler in Deutschland und Helmuth Angermann, der Vorsitzende des Gesamtverbandes der Südtiroler in Österreich, dankten in ihren Grußworten der Arbeitsstelle für Heimatferne für die enge Zusammenarbeit in all diesen Jahren. 
Landeshauptmann Arno Kompatscher erinnerte angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise, dass eine Abschottung der Grenzen langfristig keine Lösung biete. Viel wichtiger sei es den Menschen in den Krisenländern Unterstützung zu geben. Das Wegfallen des Grenzbaums am Brenner sei ein Symbol der Einigung Europas gewesen. Darum trete Südtirol gemeinsam mit Nordtirol und dem Trentino als Europaregion auf um auf der Verwaltungs- und politischen Ebene zusammenzuarbeiten um die Auswirkungen der Grenzkontrollen auf Südtirol möglichst gering zu halten.
Nach den Grußworten feierten alle Gäste gemeinsam das Jubiläum mit einem Mittagessen, das von der KVW Ortsgruppe Meran serviert wurde.