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RAVENNA 55 plus Sprache und Kultur

Ein Bericht zur Sprach- und Kulturreise 55 Plus in Ravenna von Erika Mark-Wimmer

Die Italienisch-Sprach- und Kulturreise in Ravenna für Südtiroler in der Welt heuer zum ersten Mal veranstaltet hat, ist erfolgreich zu Ende gegangen und hat alle Teilnehmer/innen begeistert.
 
Hier der Bericht von Gertraud Mark-Wimmer von ihrem Aufenthalt in Ravenna:

„Meine Pension im Vicolo Cappanetti gelegen, war so, wie ich es mir für Ravenna erträumt hatte: ein direkter Zugang zu meinem Zimmer über einen kleinen Vorgarten, dicht bewachsen mit mediterranen Pflanzen, italienisches Frühstück und eine sehr gastfreundliche Hausbesitzerin Claudia Cappanetti. Der Weg zur Schule lag fast gänzlich in der Fußgängerzone und war in weniger als einer Viertelstunde zu bewältigen. In der Schule war alles gut vorbereitet, ich wurde einer Lerngruppe zugeteilt, die meinen Vorkenntnissen entsprach, wir waren zu viert unterschiedlichen Alters und hatten damit keinerlei Probleme. Über meine Italienischlehrerin kann ich mich nur voll des Lobes äußern, sie war freundlich und kompetent. Die Unterrichtsstunden fanden in einer angenehmen Atmosphäre statt, es wurde nur Italienisch gesprochen, das forderte meine (unsere) ganze Aufmerksamkeit.  Fragen wurden individuell beantwortet, auch mit schriftlichen Unterlagen am Folgetag. Nicht nur meine Italienischlehrerin sondern auch der Lehrer, der für die „Ravenna-Kultur“ zuständig war, waren Leute mit viel Hintergrundwissen, das sie ihren Schülern sehr gut vermitteln konnten. Wir bekamen die Gebäude mit den großartigen Mosaiken zunächst am Bildschirm in der Schule erklärt, dazu gehörte die Geschichte, das Material, das Handwerk und die Kunst des Übertragens der Vorlagen auf die Wände der Bauten. Anschließend wurden wir in das Innere der Bauten geführt, von eben demselben Lehrer. Besser kann man es gar nicht machen! Es gab eine Weinprobe mit Experimenten  von den Farben der Weine, wir konnten verschiedenste Aromen testen und die verschiedenen Formen der Flaschen, versteckt in schwarzen Hüllen, fühlen und versuchen, sie den verschiedenen Weinsorten zuzuordnen. Zu den Weinproben gab es für Ravenna typische kleine Häppchen.  War sehr gut und machte Spaß!
Ein Volltreffer war der Kochkurs, in dem wir Schüler richtig eingebunden waren, vom Teig kneten über Gemüse schneiden, für Piadine den Teig machen, sie dann auch backen und vieles mehr. Dann wurde anschließend  gemeinsam gegessen. Im Wohnzimmer des sehr gediegen eingerichteten Hauses war der Tisch gedeckt. Der Hausfrau und Köchin und ihrem Mann konnten wir ein großes Engagement und besondere Vitalität und Gastfreundschaft voll und ganz bestätigen. Außerdem gab es noch ein Abendessen in einer in Ravenna gut bekannten Trattoria (Rustichello), das war besonders gelungen, weil wir die verschiedensten Speisen probieren konnten. Am letzten Tag  gab es noch ein Abschiedsmittagessen in de Trattoria forte, auch da war eine Lehrerin der Schule mit dabei, für uns wichtig, aber man konnte auch da wieder sehen, daß die Scuola Malvisi sehr bekannt und gut vernetzt ist.
Für mich war es eine intensive aber absolut gelungene Woche, in der ich viel gesehen, viel gelernt und eine Menge netter Leute getroffen habe. Es war rundum schön.“


Fotos:
Erika Mark Wimmer
Palazzo Malvisi Ravenna
Comune di Ravenna