Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

45. GRENZPENDLERTAGUNG IN SCHLUDERNS

Nachdem die neuen Verträge zwischen Italien und der Schweiz über die Besteuerung im Februar 2015 unterzeichnet wurden, geht es nun an die Umsetzung. Aufgrund des Regierungswechsels und wahrscheinlicher Neuwahlen werde es aber noch etwas länger dauern, erklärte Parlamentarier Albrecht Plangger.

Masseneinwanderungsinitiative der Schweiz
Die Masseneinwanderungsinitiative wird nicht gravierende Auswirkungen für die Grenzpendler haben, beruhigte Jon Domenic Parolini, Regierungsrat im Kanton Graubünden. Die Schweiz werde die bilateralen Verträge mit der EU, die die Personenfreizügigkeit vorsehen, nicht aufkündigen. Es werde einen „Inländervorrang Light“ geben, so Parolini in Schluderns. Freie Stellen müssen der RAV (Regionale Arbeitsvermittlungsstelle) gemeldet werden und die RAV kann Stellen zuweisen, der Arbeitgeber müsse jedoch nicht begründen, ob und warum er jemanden nicht anstelle.
Beruhigend für die Grenzpendler sei auch, dass ihre Bewilligungen für fünf Jahre gelte. Die Wirtschaft in Graubünden brauche vor allem im Tourismus und am Bau Mitarbeiter für die vielen Saisonsstellen. Die Vinschger Grenzpendler seien eine über 100-jährige Tradition, so Parolini, „Sie sind nicht nur Arbeitskräfte sondern auch Freunde geworden und hätten einen großen Anteil am Wohlstand“.

Zahlen zu den Grenzpendlern
Stefan Luther vom Amt für Arbeitsmarktbeobachtung machte eine Übersicht über die Zahlen der Grenzpendler. So könne man sagten, dass zwischen 1.100 und 1.400 Männer und Frauen aus Südtirol in der Schweiz arbeiten. Da die Zahl saisonal abhängig ist, sprach Luther von einer Zahl zwischen 1.100 und 1.400.
800 bis 1000 von ihnen kommen aus dem oberen Vinschgau, in einigen Gemeinden sind 15 Prozent der Arbeitnehmer Grenzpendler. In Taufers im Münstertal sind es sogar 40 Prozent.
Der Trend ist seit 2005 steigend.
In der Schweiz sind Val Müstair, Samnaun, Scuol und Valsot die Zielgebiet.
Es sind mehr Männer als Frauen Grenzpendler, keine Unterschiede gebe es beim Alter, sowohl Junge als Ältere Vinschger pendeln in die Schweiz zum Arbeiten.