Eine hohe weiße Wand. Ein leises Summen. Auf einmal bewegt sich die Wand und schwingt nach vorne. Dahinter versteckt: ein großer Güteraufzug! Wo? Im Museion in Bozen wo eine Teilnehmergruppe vom Treff . Heimat des KVW während einer Führung über die „ins“ und „outs“ des Museumgebäudes und seiner Kunstkollektion informiert wurden.
Mit dem Güterlift werden die Kunstwerke in die Kellerräume transportiert wo sie auch aufbewahrt werden. Interessant war auch zu hören, daß es eine unterirdische Verbindung gibt zwischen dem eigentlichen Museion und dem kleineren Gebäude das daneben steht. Dieses kleinere Gebäude dient als Bleibe für einen Künstler den das Museion einladet um eine Zeit lang als „artist-in residence“ (=ein Künstler der im Museum wohnt und arbeitet) zu verbleiben.
Unsere Gruppe wurde fachkundig geführt durch die Ausstellung „Che cosa sono le nuvole?“ Werke aus der Sammlung von Enea Righi, die nach ihrer Präsenz in Avignon zum ersten Mal in Italien gezeigt werden und einen Einblick in die Privatsammlung des italienischen Kunstsammlers Enea Righi gewährt.
Die Anzahl und Vielfalt der präsentierten Werke erlaubt einen interessanten Blick auf modere Künstler (und deren Sammler) abseits dessen was üblich oder akzeptiert ist.
Der Titel greift auf eine Episode des Films Capriccio all’italiana zurück, in der Pier Paolo Pasolini ein verschachteltes Theater inszeniert, bei dem (fiktive ) Zuschauer in das (fiktive) Geschehen eingreifen und somit die „vierte Wand“ niederreißen, welche die Bühne vom Publikum trennt.