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Der KVW Vorstand: Helga Mutschlechner, Werner Steiner, Karl H. Brunner, Ursula Thaler, Olav Lutz

Neuer KVW Vorstand blickt voraus Akzente in der Bewegungsarbeit setzen

KVW Landesvorsitzender Werner Steiner
In der Landesversammlung vom 22. April 2017 wurde ich als Vorsitzender des KVW wiedergewählt bzw. bestätigt. In den vergangenen vier Jahren hatte ich Gelegenheit, den KVW in seiner Größe und Vielfalt kennenzulernen. Unser Aufgabenfeld ist riesig und für Außenstehende oft nicht überschaubar. Die Wahrnehmung nach außen ist oft verzerrt und ich habe in den ersten vier Jahren versucht, dieses Bild unseres Verbandes wieder ins rechte Licht zu rücken. Dabei ging es um eine gute Vernetzung innerhalb unserer Organisation: von den Ortsgruppen zu den Gebieten, zu den Bezirken bis in die Landesgremien. Nicht „die in Bozen“ bestimmen was zu tun ist, gemeinsam sind wir auf dem Weg für ein soziales Südtirol. Im Sinne der Subsidiarität helfen wir einander, wenn Hilfe notwendig ist. Jedes Gremium hat dabei weitgehendste Autonomie in seinen Entscheidungen und soll diese auch wahrnehmen. Ich habe an die 40 Ortsgruppen pro Jahr besucht und konnte mir ein Bild unserer sehr aktiven Arbeit in den Ortsgruppen machen. Die Ehrenamtlichen zeigen viel Einsatz für unsere schwächeren Mitbürger. Darin liegt unsere Stärke und darauf wollen wir unser Hauptaugenmerk auch in der Zukunft setzen.
Auf Landesebene ist es mir ein Anliegen, unseren Verband als anerkannten Partner im Sozialbereich darzustellen. Wir pflegen einen guten Kontakt zu den verschiedenen anderen Organisationen und versuchen auch hier, gemeinsam für das Soziale einzustehen. Auch der Kontakt zu den Landespolitikern ist gut. Im regelmäßigen Austausch weisen wir auf Fehlentwicklungen in der Sozialpolitik hin und wir werden auch als Ansprechpartner in sozialen Fragen wahrgenommen. Wieder ist die Vernetzung innerhalb unseres Verbandes von entscheidender Bedeutung. Vorsitzender im KVW zu sein ist eine große Herausforderung: die Begleitung der Ortsgruppen wie auch die Herausforderungen auf Staatsebene mit den ACLI verlangen einem viel ab. Ich werde versuchen, auch in den nächsten vier Jahren mein Bestes zu geben.
Helga Mutschlechner: Gemeinsam Ziele erreichen
Mit viel Engagement werden ich und meine Mitarbeiterinnen uns weiterhin ehrenamtlich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen. Die Arbeitswelt muss familienfreundlicher werden, damit Mütter und Väter auch Zeit mit den Kindern verbringen können. Herausforderungen sind die Anerkennung der unentgeltlichen Leistungen in der Familie und eine menschenwürdige, gleichwertige Arbeit (gleicher Lohn für gleiche Arbeit). Dies werde ich kritisch verfolgen und auch Stellung beziehen. Mit landesweiten Aktionen, mit Argumenten und Sensibilisierung soll auf die Rentenabsicherungen der Frauen aufmerksam machen.
Weiterhin werde ich gegen die Entwicklungen der Liberalisierung der Sonntagsöffnungszeiten von Geschäften sein und den einkaufsfreien Sonntag verteidigen.
Freue mich dabei zu sein, mitarbeiten zu können und auf ein gutes Miteinander, dass wir gemeinsame Ziele erreichen, uns gegenseitig unterstützen, um die Interessen in Kirche und Gesellschaft zu vertreten.
Olav Lutz: Ansprechpartner sein
Als es in Südtirol um eine Rentenabsicherung ging, wurden viele KVW Ortsgruppen gegründet. Es gab eine gewaltige Aufbruchsstimmung, und die Kirche animierte viele, sich ein­­zusetzen, für den KVW und für die Bevölkerung Südtirols.
Die Jugend kennt den KVW zum Teil nicht mehr und weiß auch nicht, was sie in ihm tun soll. Und doch erlebe ich viele Ortsgruppen, die kämpfen. Warum?
Vielleicht für ihre Mitglieder, welche sie all die Jahre herauf betreut haben, denen sie ein Lächeln gegeben haben, denen sie Ratgeber waren, denen sie erklärt haben, dass der Zusammenhalt wichtig ist, denen sie schöne Stunden gegeben haben. Warum bleiben uns so viele Mitglieder treu? Warum vertrauen uns die Leute in Südtirol mehr als anderen? Es gäbe tausend Gründe, warum es den KVW braucht und auch noch in Zukunft brauchen wird.
Ich möchte dieses Feuer, welches vor 70 Jahren entzündet wurde, wieder entfachen. Ich finde es wichtig, wenn wir im Dorf wieder Ansprechpartner sind, wenn es ums Soziale geht. Wir müssen zuhören, fragen, da sein und uns einsetzen für alle. Wir sollen auch kritisch sein, aber konstruktiv und die Werte unserer Kirche verteidigen. Dies bei Jung wie Alt.
Ursula Thaler: Teil des KVW sein
Mein Anliegen ist es mich für ein gerechtes und würdiges Miteinander in Südtirol einzusetzen. Im größten Sozial­verband in unserem Land sind wir eine bunte Vielfalt an Ehrenamtlichen mit diesem gemeinsamen Ziel. Das macht uns stark für die Schwächsten in unserer Gemeinschaft.
Für die nächsten Jahre steht für mich eine zentrale Frage im Mittelpunkt: wie können wir den Generationenvertag in Zukunft leben? Verschiedene Lebensbereiche werden davon berührt und zwei Fragen drängen sich auf: Was brauchen junge Menschen, damit sie Sinn und Zukunft in der Familie sehen? Die Themen Arbeit, Sicherheit und Lebensfreude rücken damit in den Vordergrund. Und die zweite Frage: Was brauchen ältere Menschen, damit sie auch weiterhin Teil einer sich gegenseitig unterstützenden Gemeinschaft sind, in der sich die Generationen aushelfen, und es ein genuss- und sinnvoller Lebensabschnitt bleibt. Dabei berühren wir die Themen aktives Altern, Pflege und Eigenverantwortung. Ich wünsche mir, dass wir sensibel und hellhörig für die anstehenden Themen in unserer Gemeinschaft bleiben, dass wir in der Vielfalt unseres Verband lebendig miteinander diskutieren und die große Kraft unserer ehrenamtlichen und hauptamtlichen Strukturen für Lösungen nutzen. Und die Aussicht darauf, dass es gelingen wird, macht Freude Teil des KVW zu sein!
Karl H. Brunner: Der Mensch ist Auftrag
Der KVW wird von vielen in Südtirol wesentlich mit unseren Dienstleistungen in Verbindung gebracht. Obwohl wir hier gute Arbeit für unsere Mitglieder und darüber hinaus leisten und auch leisten müssen, ist das eindeutig zu kurz gedacht: Viel mehr Zeit und Einsatz zeigen wir „KVWler“ in unseren Ortsgruppen, in unseren Gebieten, Bezirken und auch in den Landesgremien. Dort, wo wir mit unseren Mitgliedern zusammen aktiv werden, da wird für mich der KVW so richtig greifbar.
Der KVW bietet die Chance, sich miteinander auf den Weg zu machen und dabei die anderen nicht zu vergessen: Es geht uns um Begegnungen, um die Freude am Miteinander, darum, uns fortzubilden und uns für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Wir sollen hinschauen, wenn wir Not sehen und anpacken, wenn es gilt, sie zu lindern. Der Mensch, der uns begegnet, ist für uns keine Nummer, kein anonymes Etwas, er oder sie ist unser Auftrag!
Ich wünsche uns allen viel Freude bei diesem sicher herausfordernden Abenteuer.