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Acli-Kongress in Neapel Der Wert der Arbeit

Vom KVW nahmen Werner Steiner und Werner Atz teil

Der Landesvorsitzende Werner Steiner und Geschäftsführer Werner Atz haben als Vertreter des KVW am Acli Kongress in Neapel teilgenommen. Das Thema „Valore Lavoro“ ist eng verbunden mit dem Jahresthema des KVW „Arbeit.Macht.Sinn“. Umso interessanter war es für die Südtiroler Vertreter, die Ausführungen der gesamtstaatlichen Acli zu hören.
An drei Tagen nahmen Wirtschaftswissenschaftler, Soziologen, Politiker, Arbeitsrechtler und Unternehmer zu den Auswirkungen der Veränderungen in der Arbeitswelt und den Produktionssystemen Stellung. Die Welt der Arbeit ist in Veränderung, somit auch das Leben der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Bereits den Grußworten des Staatspräsidenten Sergio Mattarella konnte man entnehmen, wie wichtig die Arbeit ist. Sie wird schon im ersten Satz der Verfassung genannt. „Und die volle Ausübung dieses Rechts - das Recht, mit Würde zu arbeiten - hält weiterhin unsere Demokratie und das zivile Leben. Innovationen müssen fortgesetzt und geleitet werden, um die Gemeinschaft auf globaler Ebene zu halten und gleichzeitig die bürgerlichen und solidarischen Netze zu stärken, Mobilität und neuen Zugang zu fördern, Chancen wahrzunehmen, vor allem für die jüngeren Generationen“, so Mattarella beim Acli-Kongress.
Die verschiedenen Referenten, unter ihnen Minister Graziano Delrio, Altsenator Salvatore Lauro, betonten jeweils aus ihrer Sichtweise die Notwendigkeit des Arbeitens und des daraus resultierenden Mehrwertes für die Lebensqualität der Menschen. Ein reines Auszahlen von Mindestlöhnen ist mit der Würde des Menschen nicht vereinbar – es führt zu Identitätskrisen und zu gesteigerter Unzufriedenheit der Menschen.
Mit besonderer Freude nahmen die Vertreter des KVW zur Kenntnis, dass das duale Ausbildungssystem der Jugend in Südtirol mehrmals beispielhaft erwähnt wurde. Mangels praktischer Berufserfahrung wird vielen Jugendlichen in Italien der Berufseinstieg verwehrt. Auch die Acli vertreten die Auffassung, dass die Wirtschaft auf den Menschen ausgerichtet sein muss. So wurde von Seiten der Acli gesagt: „Wir sind die Vertreter der arbeitenden Bevölkerung verbunden mit dem Auftrag der Suche nach sozialer Gerechtigkeit im Sinne der christlichen Soziallehre.“ Ausgehend von der Verfassung des italienischen Staates ist Arbeit ein Grundrecht. Jede Form von Ausbeutung und Diskriminierung ist aufs Schärfste zu verurteilen.