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KVW Startseite · KVW · Der Verband · Jahresthema 2011-2012
Das KVW Jahresthema 2011-2012 „Du bisch mir wichtig“ richtet sich nach innen an die Mitglieder und nach außen, an die Gesellschaft und das soziale und politische Umfeld.
Konrad Peer, KVW Landesvorsitzender

Du bisch mir wichtig

 

KVW Jahresthema 2011-2012

KVW Jahresthema 2011-2012
Der KVW stellt sich für das Jahr 2011-2012 ein recht überraschendes Jahresthema: „Du bisch mir wichtig“. Zunächst fällt auf, dass das Thema im Dialekt formuliert ist. Diese neue Form soll uns ins Auge fallen und uns auch unmittelbar ansprechen. Automatisch beginnen wir nachzudenken. Allerdings erschließt sich der Gedanke nicht auf Anhieb. Es tauchen Fragen auf:
Wer spricht mich überhaupt an?
Wer ist wem wichtig?
Wer ist mit „du“ gemeint?
Wer ist mit „mir“ gemeint?

Der KVW, als katholischer Verband der Werktätigen, ist der Zusammenschluss von Menschen mit einer bestimmten Grundhaltung. Uns Mitgliedern gemeinsam ist ein Wunsch nach Verwirklichung der christlichen Soziallehre in Kirche und Gesellschaft. Beim KVW zu sein ist nicht eine einfache Vereinsmitgliedschaft, sondern der Ausdruck einer persönlichen Lebenseinstellung. Als Christen sind wir der christlichen Soziallehre verpflichtet und wir können nur froh sein, dass der KVW uns in diesem Engagement unterstützt und begleitet. Gerade bei wichtigen Themen sind wir allein zu schwach und nur im gemeinsamen Auftreten können wir uns bemerkbar machen:
„Du bisch mir wichtig“, weil du KVW dich für den Ausbau der Grundsicherung einsetzt!
„Du bisch mir wichtig“, weil dir KVW die prekären Arbeitsverhältnisse nicht gleichgültig sind!
„Du bisch mir wichtig“, weil du KVW Sorge trägst, für die Absicherung im Alter im Falle von Pflegebedürftigkeit etc.!
„Du bisch mir wichtig“, weil dir KVW das friedliche Zusammenleben in Südtirol ein Anliegen ist!
„Du bisch mir wichtig“, weil du KVW dich einsetzt für die Integration der neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger!
„Du bisch mir wichtig“, weil ohne deinen Einsatz die soziale Landschaft in Südtirol eine andere wäre!
Wir Menschen sind in unserem Zusammenleben auf das Miteinander angewiesen. Nur im Umgang mit andern Menschen können wir uns richtig entfalten. Unsere gesamte Entwicklung ist auf zwischenmenschliche Beziehungen aufgebaut. Denken wir an die innige Eltern-Kind-Beziehung. Sie ist für die gesunde Entwicklung eines Kindes von extremer Bedeutung. Je deutlicher diese Beziehung ausgeprägt ist, umso sicherer werden Kinder in ihrem Leben sein. Aber auch für uns Erwachsene ist das Prinzip der Nächstenliebe von großer Bedeutung. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter ist der Grundtext für christliches Verhalten. Johannes Paul II. bezeichnete es als wesentliches Element der moralischen Kultur und der allgemeinen menschlichen Kultur. Während wir in einem Verband wie dem KVW von einer organisierten Nächstenliebe sprechen können, ist der persönliche Einsatz für den Nächsten aber unumgänglich. Dadurch entsteht eine Beziehungsgesellschaft. Wenn wir unser Leben betrachten sehen wir, dass Vieles vom Streben nach Leistung, Bildung, Konsum, Spaß und Erlebnis geprägt ist. Was wir aber brauchen ist eine Verbundenheit mit den Mitmenschen und solidarische Beziehungen. Wenn wir in guten mitmenschlichen Beziehungen leben, wird unser Leben erfüllt sein. Als höchste Verbindung können wir die Gemeinschaft mit Gott Vater ansehen. Wenn wir das erkannt haben, werden wir als Schwestern und Brüder miteinander leben können.
Wenn wir als KVW nun uns dieses Thema „Du bisch mir wichtig“ stellen, so wollen wir unseren Mitgliedern, unseren Funktionärinnen und Funktionären klar machen, dass wir nur in der gemeinsamen Beziehung existieren können. Wenn wir genauer hinschauen, können wir sehen, dass unser Jahresthema aus verschiedener Sichtweise betrachtet werden kann.
Wir bestehen als Verband aus zwei großen Gruppen:
- die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen
- die hauptamtlichen MitarbeiterInnen.
Der KVW schätzt seine Ortsgruppen, sie sind die Stärken unseres Verbandes. Gleichzeitig ist es dem Verband aber auch wichtig, den Ortsgruppen wichtig zu sein. Nur in einer gegenseitigen Wechselbeziehung kann sich das Verbandsleben voll entfalten.

Schauen wir uns nun den Bereich der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genauer an. In einer Ortsgruppe haben wir die unterschiedlichsten Mitglieder. Wenn wir realistisch hinschauen können wir vier Gruppen von Mitgliedern unterscheiden:
Mitglieder, die durch irgendeinen Umstand zum KVW gekommen sind. Sie haben kein besonderes Wissen um den Verband und sind auch nicht bereit, sich für die Ziele des Verbandes einzusetzen.
Mitglieder, die durch einen Kontakt mit der Dienstleistung zum KVW gekommen sind. Sie haben eine der vielen Dienstleistungen beansprucht und waren insgesamt zufrieden. Sie bleiben als Mitglied erhalten und denken, dass sie den KVW nochmals brauchen könnten.
Mitglieder, die den KVW als Dienstleister schätzen und ihm somit die Treue halten. Unsere Dienstleistungen erfüllen bestimmte Qualitätsstandards und das ist diesen Mitgliedern wichtig.
Mitglieder, die bewusst und überzeugt im KVW eingeschrieben sind. Sie sind mit der Linie des Verbandes voll und ganz einverstanden und wünschen sich, dass „Sorge getragen wird, dass das Soziale in unserem Land nicht zu kurz kommt“. Diese Mitglieder stärken den Verband, denn durch ihr überzeugtes Auftreten können sie andere für den Verband gewinnen.

Zu jedem dieser Mitglieder wollen wir sagen können: „Du bisch mir wichtig“.
- „Du bisch mir wichtig“, weil der KVW nur ein starker Sozialverband sein kann, wenn viele Mitglieder hinter ihm stehen!
- „Du bisch mir wichtig“, weil durch deine Mitgliedschaft im KVW die soziale Dimension in Südtirol gestärkt wird!
- „Du bisch mir wichtig“, weil durch deinen ehrenamtlichen Einsatz in der Ortsgruppe die Anliegen der christlichen Soziallehre bis in den letzten Winkel unserer Landes getragen werden!
- „Du bisch mir wichtig“, weil du mit deinem Mitgliedsbeitrag beiträgst, dass der Verband seine Ziele auch erreichen kann!

Dieser Herausforderung wollen wir uns im kommenden Jahr stellen und die Ortgruppen sind aufgefordert sich in ihren Planungen entsprechend auszurichten. Wir können uns dabei ganz konkret Aktionen zur Mitgliederwerbung ausdenken, eine Ehrenamtlichen-Feier organisieren und dadurch den Stellenwert des KVW im eigenen Ort noch deutlicher herausarbeiten. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist dabei notwendig. Die Ehrenamtlichen in den Ortsgruppen sind aufgefordert ihre Tätigkeit entsprechend in der Dorfgemeinschaft zu zeigen und dadurch Wegweiser und Licht für andere Menschen sein.

Auf der anderen Seite stehen die mehr als 100 hauptamtlichen MitarbeiterInnen in den verschiedenen Bereichen. Auch sie tragen das Jahresthema mit, denn auch sie bieten Dienstleistungen für alle Menschen im Lande an:
Patronat KVW-ACLI: „Du bisch mir wichtig“, deshalb bieten wir Beratung in Arbeits- und Rentenangelegenheiten an.
KVW Service: „Du bisch mir wichtig“, deshalb bieten wir Entlastung. Ob es sich um kompetent abgefasste Steuererklärungen, um das Ansuchen um ein Stipendium für ein studierendes Kind, Aufbau einer Zusatzrente handelt, hier sind sie richtig. Wir begleiten sie und ihre Familie mit unseren Dienstleistungen.
KVW Bildung: „Du bisch mir wichtig“, deshalb bieten wir Bildungsmöglichkeiten. Unser Bildungsangebot richtet sich an offene und interessierte Menschen, die selbstverantwortlich ihre Fähigkeiten entwickeln, Kompetenzen stärken und Herausforderungen annehmen wollen. Das alles geschieht ganz kapillar, bis in die entlegensten Dörfer.
Arche im KVW: „Du bisch mir wichtig“, deshalb bieten wir Lebensqualität. Ziel der Arche ist es, den Menschen in unserem Land Wohnungen, Beratung beim gemeinsamen Bauen und verschiedenste Hilfeleistungen rund um das Bauen anzubieten. Durch die reichhaltige Erfahrung kann vielen Menschen geholfen werden.
KVW Reisen: „Du bisch mir wichtig“, deshalb bieten wir Gemeinschaft im Reisen. Bereits 1963 organisierte der KVW die ersten Müttererholungswochen und 1975 fuhr die erste Gruppe mit dem Zug ans Meer zur Erholung. Heute haben wir ein eigenes Reisebüro. Die angebotenen Reisen sind vielfältig und schaffen Orte sozialer Begegnung. Sie gestalten gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt.
KVW-Live: „Du bisch mir wichtig“, deshalb ein verstärktes Augenmerk auf die Jungen im KVW.
KVW Seniorenklubs: „Du bisch mir wichtig“, weil auch Personen ab dem Rentenalter noch im selben Maße Möglichkeiten des gemeinsamen Treffens und der aktiven Mitgestaltung des Älterseins haben sollen.
Werner Steiner

Du bisch mir wichtig

Der KVW ist mir wichtig, weil er ein Mitgliederverband ist, der für eine sozial gerechte Gesellschaft kämpft und bei Notwendigkeit auch politisch Einfluss nimmt. Diese Ziele verfolgen wir mit ehrenamtlichem Engagement und professionellen Dienstleistungen. Als mitgliederstarker Verband wirkt er insbesondere an der Gestaltung der Sozialpolitik und bei der Lösung sozialer Probleme mit und nimmt Stellung zu Entscheidungen in der Sozialgesetzgebung.    
Herbert Schatzer, KVW Bezirk Meran

Du bisch mir wichtig

Das Jahresthema hat es in sich: Jemand spricht mich direkt an. Er/sie teilt mir mit, dass ich ihm/ihr wichtig bin. Allerdings fällt beim Nachdenken auf, dass es nicht ganz klar ist, wer mich da anspricht. Ist es jemand aus der Ortsgruppe, ein ehrenamtliches Mitglied, jemand aus den Bezirks- oder Landesgremien oder eine hauptamtliche Mitarbeiterin? Die Antwort bleibt offen. Und gerade darin liegt der besondere Reiz dieses Themas. Wir sind im KVW bemüht, aufeinander zuzugehen und uns im Sinne der christlichen Soziallehre einzusetzen. Mit diesem Jahresthema erhalten wir die Möglichkeit zu zeigen, dass wir Mitglieder eines Verbandes sind und uns gegenseitig mit einem „Du bisch mir wichtig“ zeigen wollen.
Werner Steiner, KVW Bezirk Pustertal

Du bisch mir wichtig

Es gibt viele gute Gründe im KVW zu sein! Wir sind stolz darauf, was wir in und mit unserem Verband bewirken. Der KVW versucht den Mitmenschen in ihrer Würde, in ihren Bedürfnissen und Perspektiven zu begegnen und ihnen entgegenzukommen. Mit dem heurigem Jahresthema „KVW – Du bisch mir wichtig“ wollen wir das Mitwirken und Teilhaben vieler ehrenamtlicher MitarbeiterInnen noch deutlicher zum Ausdruck bringen. Zudem wollen wir auch andere Menschen von den gelebten Werten im KVW überzeugen. Das Engagement, die Gemeinschaft und die gute Zusammenarbeit mit den Ortsgruppen zeigen, dass viele Menschen nicht nur mitreden, sondern auch aktiv mittun.
Helga Mutschlechner Holzer, KVW Bezirk Wipptal

Du bisch mir wichtig

Der KVW ist ein Sozialverband mit gesellschaftspolitischem Einsatz. Die Arbeit unseres Verbandes besteht aus zwei Säulen: der Bewegung und der Dienstleistung. Beide Betätigungsfelder sind nach wie vor sehr wichtig, unterstützen und ergänzen sich gegenseitig, greifen die Anliegen und Probleme der Südtiroler Bevölkerung auf und helfen konkret durch das Angebot von zahlreichen, qualifizierten Diensten. Die Menschen heute und morgen brauchen Aufmerksamkeit, Herzlichkeit, Mitmenschlichkeit, Zuwendung, Geborgenheit, mehr Tiefgang statt Oberflächlichkeit, soziale Sicherheit und Gerechtigkeit, mehr Gemeinwohl, mehr Solidarität. Das ganzheitliche Wohlergehen unserer Mitglieder ist uns wichtig!
Heinrich Fliri, KVW Bezirk Vinschgau

Du bisch mir wichtig

Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land braucht es wieder mehr das „Grüß Gott“. Und für uns KVWler heißt es auch „Du bisch mir wichtig!“ Nur ein Lächeln könnte das Grüßen ersetzen. Lächeln wir uns an, heißt das, es freut mich, dich zu sehen. Es freut mich, dir zu begegnen. Aber ein Lächeln mit Gruß ist natürlich besser. Es bringt den Sonnenschein in das Herz des anderen. Denn: „Ich sehe dich, du bist für mich wichtig“. Indem wir zuhören, auf unsere Mitbürger zugehen, zeigen wir „Du bisch mir wichtig“. Nehmen wir die Anliegen unserer Mitglieder ernst? Jedes Mitglied, ob jung oder älter, ist wichtig und willkommen in unserer Gemeinschaft, wichtig für das soziale Netzwerk in Südtirol.
Esther Blasbichler, KVW Bezirk Brixen

Du bisch mir wichtig

Gerade in Zeiten wie diesen ist der KVW immer wichtiger. Knappere öffentliche Resourcen und die anhaltenden "Nachwehen" der Wirtschaftskrise wirken sich stark auf den "kleinen Bürger" aus. Der KVW setzt sich seit jeher für den "kleinen Bürger" ein und vertritt dessen Interessen bei den Verantwortungsträgern. Beim immer größer werdenden Dschungel der Bürokratie bietet der KVW Hilfe. Die kapillar verteilten Initiativen fördern die Gemeinschaft, den Zusammenhalt und die Eigenverantwortung. Aus diesen und vielen anderen Gründen ist mir der KVW wichtig und unser Land wäre ohne KVW um vieles ärmer.    
Andreas Dorigoni, KVW Bezirk Bozen