So heißt die vierte Publikation der KVW Dienststelle für Altenarbeit über Lebensgeschichten. Die Broschüre ist aus der Werkstatt „Erzählen und Schreiben im Seniorentreff Lana“ entstanden. Lena Adami, Leiterin der Schreibwerkstatt hat sich mit den acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein halbes Jahr lang getroffen. Sie kommen aus Lana und Umgebung, dem Ultental und Unser Frau im Walde. Die Themen sind vielfältig und beschäftigen sich mit den Erinnerungen an die Schule, die Kleidung, das Essen, Hochzeiten, die Lehre und die Arbeit, so wie es früher eben war.
Die Lebenserfahrung der Teilnehmenden zeichnet eine Schreibwerkstatt aus, nicht das Recht-und Schönschreiben. Eine Schreibwerkstatt lebt von Erinnerungen an eine vergangene Zeit. Eindrucksvoll und lebendig wird sie in den Geschichten dargestellt. Es war eine Zeit der Entbehrung, des Krieges und Hungers, es waren zum Teil die Jahre der Kindheit und Jugend, an die sich die Teilnehmenden erinnern. Rückblickend kommen sie trotz allem zum Schluss: "Aber schön war es doch" .
Lebensgeschichten: "Irgendwann und anderswo"
So heißt die dritte Publikation über Lebensgeschichten der KVW Dienststelle für Altenarbeit. Die Broschüre ist aus der Werkstatt „Ich erzähle und schreibe meine Geschichte(n)“ entstanden. Lena Adami und Guido Moser, die Projektleiter, haben sich mit den 14 Teilnehmern ein halbes Jahr lang getroffen. Bei den Treffen wurde erarbeitet und erzählt, aufgeschrieben wurde zu hause und das Geschriebene wurde dann in der Runde vorgelesen. So sah der formale Ablauf der Erzähl- und Schreibwerkstatt aus. „Erinnern, um zu vergessen“, „Niederschreiben - wegschreiben“ „Der biographische Ansatz eröffnet neue Wege der Verarbeitung der Lebensgeschichte und der Reflexion“, so heißt es z.B. im Fachlexikon der sozialen Arbeit. Was das Erzählen und Schreiben der Lebensgeschichte für jede/n einzelne/n bedeutete, ist neben zahlreichen berührenden Geschichten ebenfalls in der Broschüre unter „Die Schreibwerkstatt war für mich ...“ nachzulesen. Die Geschichten und Texte waren da, der Schritt zur Publikation kam danach. Ein geeigneter Titel wurde gesucht. „Irgendwann und anderswo“ war die Lösung. Raum und Zeit lösen sich auf, das Menschliche in den Geschichten zählt. „Es gibt so viele Welten wie es Menschen gibt“ Diesen Satz des Psychologen Carl Rogers hatten die Projektleiter bei den Nachmittagen wohl immer im Hinterkopf und nach diesem Grundsatz ist auch die Broschüre aufgebaut.
Beim Lesen der Broschüre betritt man viele verschiedene Welten – und jede einzelne „Welt“ ist eine von vielen Realitäten unserer Gesellschaft. Die Publikation „Irgendwann und anderswo“ beginnt mit den Geschichten von A - Annelies aus Lengmoos und endet mit den Texten von Z - Zita aus Bozen, die gleichzeitig die jüngste Teilnehmerin ist. Geschichten von Familien, die nach Deutschland oder Österreich ausgewandert sind, immer wieder der Krieg, welcher Unsicherheit und Terror mit sich bringt, aber durchaus auch aktuelle Texte mit sozialem Bezug, die uns helfen, die Welt besser zu verstehen. Durch die Teilnahme von Frauen an der Schreibwerkstatt, die sich keinesfalls zu den Senioren rechnen, lieber hören sie 55+, werden auch die 60er und 70er Jahre beleuchtet – die Jahre ihrer Jugend, die nicht unterschiedlicher von jenen der heutigen Jugendlichen sein könnten, besonders wenn man die Bildungsmöglichkeiten für Mädchen betrachtet. „Ich möcht‘ meine ganze Lebensgeschichte schreiben“ Ob sie auch nach Abschluss der Werkstatt noch schreiben, wollten die Projektleiter von den TeilnehmerInnen bei einem Treffen wissen, das kürzlich stattgefunden hat. Ja, die meisten schreiben noch – jede/r auf eigene Weise. Fragmente, die ganze Lebensgeschichte oder Gedichte von den Familienfeiern, so wurden auch gleich wieder Anregungen ausgetauscht. Das Amt für Senioren und Sozialsprengel unterstützte mit einem Beitrag die Erzähl- und Schreibwerkstatt, die Region Trentino-Südtirol trug durch die Übernahme der Druckkosten zur Finanzierung der Publikation bei.
Die Broschüre ist zu einem Unkostenbeitrag in den KVW Bezirksbüros und in der KVW Dienststelle für Altenarbeit, Pfarrplatz 31 – Bozen, 0471 300 213 erhältlich.
Lebensgeschichten: "Unterwegs"
"Ein Projekt mit Modellcharakter", so titelte eine Zeitung und meinte damit die Initiative im Vinschgau. Ein Jahr lang trafen sich 13 Frauen im Alter von 60 bis 80 Jahren regelmäßig um ihre Erinnerungen und Erfahrungen schriftlich festzuhalten. In Zusammenarbeit mit Lena Adami und Guido Moser bot die KVW Dienststelle für Altenarbeit Menschen die Möglichkeit über ihre ganz persönliche Geschichte nachzudenken und diese Gedanken zu Papier zu bringen.
Erfahrungsgemäß bleiben viele Menschen mit ihren Erinnerungen allein und vielfach bleibt dieses "Buch" verschlossen. Dieses Buch zu öffnen war Zweck des Projektes. Menschen sind ständig in Bewegung, sie sind unterwegs, von hier nach da, von der Geburt bis zum Tod. Dazwischen steht das Leben, die Bewegung, das Unterwegssein.
Die Broschüre "Unterwegs" wurde von den Teilnehmerinnen selbst gestaltet um damit der Öffentlichkeit ihre Gedanken und Geschichten mitzuteilen. Es sind Erinnerungen an geschichtliche Ereignisse, aber auch persönliche Erlebnisse.
Das Amt für Senioren und Sozialsprengel unterstützte mit einem Beitrag die Erzähl- und Schreibwerkstatt, die Region Trentino-Südtirol trug durch die Übernahme der Druckkosten zur Finanzierung der Publikation bei.
Die Broschüre ist zu einem Unkostenbeitrag in den KVW Bezirksbüros und in der KVW Dienststelle für Altenarbeit, Pfarrplatz 31 – Bozen, 0471 300 213 erhältlich.
Lebensgeschichten: "Generationen im Dialog"
Briefe von früher und heute, herausgegeben von Georg Engl, im Auftrag des Katholischen Verbandes der Werktätigen, Dienststelle für Altenarbeit.
Am Anfang war .... eine Idee, eine Idee die älteren Menschen anzuregen, Briefe an die Jugend zu schreiben. Die Seniorenklubleiterin von Gossensaß, Frau Anna Windisch hatte diese Idee und sie wurde von der KVW Dienststelle für Altenarbeit aufgegriffen, um zum "Europäischen Jahr der älteren Menschen und der Solidarität zwischen den Generationen" (1993) einen Beitrag zu leisten. Dies weniger aus rein historischem Interesse als vielmehr aus dem Bedürfnis heraus, eine gegenseitige Auseinandersetzung mit der jeweils anderen Generation anzuregen. Eine solche Auseinandersetzung kann nur dann gelingen, wenn auf beiden Seiten eine notwendige Voraussetzung besteht, nämlich die Kenntnis des anderen, das heißt auch seiner äußeren Lebensumstände, seiner Alltagserfahrungen, seiner Hoffnungen und Wünsche.
Die Aktion bestand darin, daß Senioren Briefe an "die" Jugend verfasste und die Jungen "den" Senioren schrieben. Dass es sich hierbei schon aus rein organisatorischen Gründen nicht um einen Briefwechsel zwischen konkreten Adressaten handeln konnte, wird verständlich sein.
So ist das vorliegende Buch entstanden, und es enthält ein weites Spektrum an konkreten Lebensgeschichten, Alltagserfahrungen, aber auch Stellungnahmen zum Gestern, Heute, Morgen. Das Amt für Senioren und Sozialsprengel unterstützte mit einem Beitrag die Initiative, die Region Trentino-Südtirol trug durch die Übernahme der Druckkosten zur Finanzierung der Publikation bei. Die Broschüre ist zu einem Unkostenbeitrag in den KVW Bezirksbüros und in der KVW Dienststelle für Altenarbeit, Pfarrplatz 31 – Bozen, 0471 300 213 erhältlich.