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KVW Startseite · KVW · Jugend · Aktionen und Projekte

Sparwoche in Überetsch/Unterland

 
Flyer der Sparwoche in Überetsch/Unterland
Wir, die KVW Jugend, veranstaltet vom 6. bis 10. Februar im Überetsch/Unterland eine Sparwoche. In Zusammenarbeit mit der Südtiroler Verbraucherzentrale werden insgesamt fünf Vortragsabende angeboten, bei denen konkrete Tipps zum Sparen gegeben werden. Damit will der junge KVW helfen, die aktuelle Wirtschaftskrise in Italien leichter zu meistern.

Anstatt zu jammern wollen wir konkrete Schritte setzen und in Zeiten des Sparens Akzente zur Selbsthilfe anbieten: Im Rahmen der Vortragsreihe „Sparwoche“ werden Spar- Tipps zum Autokauf gegeben. Referenten der Verbraucherzentrale Südtirol informieren über Möglichkeiten wie man Haushaltskosten entlasten und clever einkaufen kann. Ein Vortragsabend befasst sich auch mit den Themen Telefon, Handy sowie Internet und worauf bei Vertragsabschlüssen zu achten ist. Interessierte Jugendliche, Familien und Mitbürger bekommen auch Tipps wie sie beim Heizen und beim Stromkonsum sparen können und wie man mobil sein kann, ohne dabei viel Geld auszugeben.

Die Vorträge finden zwischen 6. und 10. Februar im Überetsch/Unterland statt.
Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Vortragsreihe auch in anderen Bezirken angeboten.

Details zur Vortragsreihe der KVW Jugend „Sparwoche“:

Vortrag: Augen auf beim Autokauf
Wo: Margreid, Karl Anrather Haus
Wann: Montag, 6. Februar ab 19.30 Uhr

Vortrag: Haushaltskosten entlasten und clever einkaufen
Wo: Auer, Jugendtreff Joy
Wann: Dienstag, 7. Februar ab 19.30 Uhr

Vortrag: Telefon/Handy/Internet – Fallen vermeiden
Wo: Kurtatsch, Kulturhaus
Wann: Mittwoch, 8. Februar ab 19.30 Uhr

Vortrag: Die „zweite Miete“ – Heizung und Strom
Wo: Kaltern, Vereinshaus Josefsaal
Wann Donnerstag, 9. Februar ab 19.30 Uhr

Vortrag: Mobil sein und trotzdem intelligent sparen
Wo: Neumarkt, Jugendtreff Point
Wann: Freitag, 10. Februar ab 19.30 Uhr

Junger KVW veranstaltet Familienzeltlager in Graun

 
KVW Live, der junge KVW, und die Kolpingjugend haben erstmals ein Familienzeltlager in Graun, oberhalb von Kurtatsch, veranstaltet. Zum verlängerten Wochenende kamen Familien aus ganz Südtirol zusammen. Drei Tage lang standen Spiel, Spaß und Unterhaltung im Vordergrund. Ein Erlebnisbericht von Verena, Judith und Christian:

Es war das erste Mal, dass KVW Live und die Kolpingjugend gemeinsam ein Familienzeltlager am Kolping- Lagerplatz in Graun, bei Kurtatsch angeboten haben. Entsprechend gespannt waren die Teilnehmer auf die Atmosphäre und die Umgebung.

Als am Freitagnachmittag die ersten Familien zum Zeltlager in Graun eingetrudelt sind, merkten wir sofort, dass es eine gemütliche und nette Gruppe wird: Die Erwachsenen halfen sich gegenseitig beim Zeltaufbau, während die Kinder gemeinsam spielten und neue Freundschaften schlossen. Nachdem alle Teilnehmer am Lagerplatz eingetroffen waren, ging es auch schon gleich an die Vorbereitung für das Abendessen- zuvor stand für die Kinder noch ein lustiges Kennenlernspiel auf dem Programm. Anschließend wurden leckere Würstchen und Koteletts gegrillt. Nach dem Abendessen gingen wir gemeinsam Brennholz im nahe gelegenen Wald suchen und bereiteten ein großes Lagerfeuer vor. Die Nachspeise bereiteten die Familien selber her: Es wurde ein Pizzateig als „Stockbrot“ in das Feuer gehalten und dieses anschließend mit Nutella- Schokolade gefüllt. Das knusprige „Crepes“ schmeckte Jung und Alt vorzüglich. Bei Einbruch der Dunkelheit begann das lustige „ABC- Hexenspiel“, bei dem es galt für den Zaubertrank verschiedene Zutaten im Wald zu besorgen. Dank der Taschenlampe und viel Fantasie entstand so manch kurioser Zaubertrank. Der erste Lagertag klang beim Lagerfeuer und einem gemütlichen „Ratscherle“ über das Erlebte aus.

Am Samstag bekamen wir Besuch vom VKE (Verein für Kinderspielplätze und Erholung), welcher einen Spiel- Erlebnistag anbot. Trotz Gewitters mit Blitz und Hagel hatten wir bei der „Familiade“ viel Spaß. Besonders das „Schubkarren- Rennen“ und der „Blindenparcours“ sowie die Bastelecke waren ein Renner. Abends verwöhnte uns Köchin Martina mit einer herrlichen Gulaschsuppe und Strauben. Weil besonders die Kinder mit dem gestrigen Lagerfeuer eine große Freude hatten, wurde auch am Samstagabend ein Feuer entzündet. Aus dem restlichen Stockbrot- Teig fertigten einige fleißige Mädchen eine knusprige Pizza, die anschließend über dem Feuer gebacken wurde. Zuvor galt es aber noch den ganzen Lagerplatz und den Wald zu erkunden: die Lagerleitung hatte nämlich eine aufwändige Schatzsuche vorbereitet. Glücklich und müde gingen die Familien zum letzten Mal im Zelt schlafen.

Am Sonntag gingen wir alle gemeinsam zum Sonntagsgottesdienst nach Graun. Die Messe hatte Pfarrer Anton Matzneller eigens für uns als Familiengottesdienst geplant, wir durften die Messe mitgestalten, was besonders den Kindern sehr gefiel. Nach dem Gottesdienst wanderten wir bei strahlendem Sonnenschein wieder zum Lagerplatz zurück und begannen nach dem Mittagessen mit dem Abbau der Zelte. Alle halfen mit, den Lagerplatz aufzuräumen und ihn sauber zu hinterlassen. Nach Spielen mit den Kindern gab es für die Teilnehmer noch ein kleines Präsent und dann ging es für uns alle wieder nach Hause. Das erstmals durchgeführte Familienzeltlager des jungen KVW, in Zusammenarbeit mit der Kolpingjugend, war ein großer Erfolg: es nahmen rund 40 Personen am Familienzeltlager teil. Unterstützt wurde das Lager von der Bezirksgemeinschaft Überetsch- Unterland, im Besonderen: Präsident Oswald Schiefer, sowie den Firmen Foppa und Loacker.

Verantwortung und Wirtschaft

 

Diskussionsrunde

Die diesjährigen Aktionstage Politische Bildung standen unter dem Motto „Verantwortung
übernehmen!“. Eine der vielen Initiativen, die auch heuer wieder zwischen Mitte April und
Mitte Mai stattfanden, war die Diskussionsrunde zum Thema „Verantwortung und Wirtschaft". KVW Bildung und KVW Live hatten zusammen mit der Projektgruppe der Aktionstage Politische Bildung den Abend am 28. April im Nikolaussaal in Meran organisiert.

 
Der „Fish-Bowl“, der sich als spannende und „demokratisierende“ Methode erwies, konzentrierte sich in der ersten Runde auf die ExpertInnen.
Martin Haller, Vizepräsident des LVH eröffnete die Diskussion mit der Feststellung, dass in der Wirtschaft derzeit ein Umdenken stattfinde und dass eine Rückbesinnung aufs Wesentliche im
Gange sei. „Auch bei uns im Verband gibt es Veränderung!“, bestätigte Haller. 
Die Sonderstellung einer No-Profit-Organisation hob Silvia Pitscheider von der Organisation für Eine Solidarische Welt hervor: Man habe den gesellschaftlichen Profit vor Augen, das Ziel sei nicht das „Ständig Mehr“, sondern sehr viel eher das „Gute Leben“, so Silvia Pitscheider.
Josef Prader, Gründer der ersten Südtiroler Privatbank, unterstrich, dass auch im Bankgeschäft die Beziehung und das Vertrauen im Mittelpunkt des Geldgeschäfts zu stehen habe. „Das kann niemals outgesourct werden!“, betonte Prader, der auch überzeugt ist, dass es „gerade nach der Krise zu wenig ist, wenn man nur auf Gewinnmaximierung setzt“.
Auf die vielen Widersprüchlichkeiten des Systems wies Sepp Stricker, geistlicher Assistent im KVW und ehemaliger Gewerkschafter, hin. Einerseits sei uns bewusst geworden, dass wir nicht mehr ständig wachsen können, andererseits gehe es der Unternehmerseite weiterhin vor allem um quantitatives Wachstum und kurzfristigen Gewinn. „Das Menschsein aber hängt am Schutz der Schwachen!“, beharrt Sepp Stricker.
Als Vertreter der jüngeren Generation war der aus dem Kosovo stammende Oberschüler Selvin Severi anwesend. Er befand, dass die derzeitigen Erwachsenen nicht verantwortungsvoll und in Achtung der Nachkommenschaft agieren würden. Aufgrund seiner persönlichen Erfahrung ist der erste Wert, den Selvin für die Zukunft anstrebt, der Frieden.
Günther Reifer ist vor einiger Zeit von der „klassischen“ Wirtschaft in den Sektor der
Nachhaltigkeit gewechselt, gerade weil er von der neuen Art der Beziehungen und von
Kooperations- bzw. Beteiligungsmodellen fasziniert war. Reifer unterstrich, dass sich der Markt nach der Nachfrage richte und somit die Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung
wesentlich bei den VerbraucherInnen liege.
Die anschließende Diskussion mit den übrigen Anwesenden war anregend und durchaus
kontrovers, wenn es etwa um die Verantwortung der Banken, die künstliche Erzeugung von
Bedürfnissen, die Bedeutung der sozialen Marktwirtschaft, die Verteilung von Verantwortung in
der so genannten Sozialpartnerschaft und grundsätzlich um die Definition von „Wohlstand“ oder „Wirtschaft“ ging. Als Knackpunkt des Themas kristallisierte sich das fatale Diktat vom ständigen Wachstum heraus, das gerade durch die Finanzkrise immer mehr in Frage gestellt wird. Einig waren sich die DiskutantInnen in der Feststellung, dass nunmehr ein neues Motto zu gelten hat, nämlich: Wer nicht auf die soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit denkt, hat auf dem Markt langfristig keine Chance mehr.

Vor diesem Hintergrund ist Veränderung nicht nur nötig, sondern vielleicht auch möglich.
 

KVW Live beteiligt sich an Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“

 
Anfang April hatten sich 400 Jugendliche aus ganz Südtirol dazu bereit erklärt beim Projekt 72h ohne Kompromiss teilzunehmen, um solidarische Hilfe zu leisten. KVW- Live hat in Kooperation mit der KVW Dienststelle für Altenarbeit eines der vielen Projekte ermöglicht: „Technikzentrum – Beratung für Senioren“ hieß das Angebot. Ein Projektbericht der fünf Jugendlichen, die sich vorbildlich engagiert haben:

Um16.00 Uhr kamen wir am Donnerstag in Meran an, wo wir uns mit unserem Projektleiter Martin (KVW Jugendreferent) trafen. Wir wussten noch nicht, was uns erwartete und freuten uns schon auf die nächsten drei Tage als solidarische Helfer. Die Spannung war auf ihrem Höhepunkt, als das Geheimnis gelüftet wurde: Wir bekamen die Aufgabe, Senioren technisch zu beraten und Hilfestellung bei Fragen zu Handy, PC, technischen Geräten bis hin zu alltäglichen Haushaltsgeräten zu geben. Anfangs hatten wir einige Bedenken und hofften, dass wir unsere Aufgabe auch zufrieden stellend ausführen können.

Damit die Zielgruppe informiert wurde, verteilten wir zuerst Flugzettel von unserer Aktion in der Stadt Meran an Senioren und machten Werbung im Radio. Dann starteten wir sehr motiviert und abenteuerlustig in das Projekt.

Senioren von nah und fern besuchten uns beim KVW-Bildungstreff in Meran. Sie hatten viele Fragen und freuten sich sehr über unsere Hilfe. Unser Aufgabenbereich in Sachen Beratung war sehr vielseitig. Wir erklärten ihnen für uns einfache Sachen, wie zum Beispiel den Umgang mit E-Mails. Aber auch die Handyberatung kam dabei nicht zu kurz. Unsere „Lehrlinge“ brachten ihre Geräte wie Handys und Laptops großteils gleich selbst mit. Für uns Jugendliche war es teilweise sehr amüsant und wir freuten uns anderen Menschen bei ihren Problemen helfen zu können. Die Kommunikation zwischen Alt- und Jung war beiderseits sehr angenehm, wobei der Humor nie zu kurz kam. Die Kursteilnehmer waren sehr dankbar für unsere Tipps und fragten uns auch über weitere Hilfe- Stunden in Zukunft.

Außerhalb der Beratungszeiten verbrachten wir unsere Freizeit meistens mit einem kleinen Stadtspaziergang, indem wir die Stadt erkundeten und gleichzeitig noch Werbung machten und Flugzettel verteilten. Untergebracht waren wir im Gamper Heim in Meran, die uns freundlicherweise aufgenommen haben. In diesen 72 Stunden konnten wir den Senioren ein paar lehrreiche Tipps mit auf den Weg geben und somit hoffentlich ihren technischen Alltag erleichtern.

Wir würden gerne wieder an diesem Projekt teilnehmen und blicken bis dahin positiv auf die letzten 72 Stunden zurück. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir haben auch einiges dazugelernt.

Ein aufrichtiges Dankeschön gilt vor allem unserem Projektleiter und KVW Jugendreferenten Martin Niederstätter , dem Jugenddienst Bozen-Land, dem Gamper Heim, sowie unseren Kursteilnehmern.

Bettina, Sabine, Matthias, Tobias und Ulrich
 

Der junge KVW in Barcelona

 

"Futbol en Barca"

Ein Teil der Live- ReisegruppeEin Teil der Live- Reisegruppe Wir sahen Fußball vom Feinsten... ... und hautnah Fußball ist in Barcelona Kult Strandgefühl im Frühling Beeindruckend war das Schaustollen im RiesenaquariumEin Teil der Live- Reisegruppe Wir sahen Fußball vom Feinsten... ... und hautnah Fußball ist in Barcelona Kult Strandgefühl im Frühling Beeindruckend war das Schaustollen im Riesenaquarium
Anfang März ist eine 40- köpfige Gruppe nach Barcelona gefahren, um dort der katalanischen Hauptstadt einen Besuch abzustatten und vor allem um ein Spiel des FC Barcelona anzusehen. Ein Erlebnisbericht von Christian Bassani.....

Der Großteil der Teilnehmer der KVW- Live Reise war noch nie vorher in Barcelona gewesen, deshalb wussten auch nur die wenigsten was es heißt, 16 Stunden mit dem Bus zu fahren. Gestartet sind wir am Abend und das war gut so. Wir konnten dadurch im Bus schlafen, die Fahrt ging somit schneller als gedacht vorbei. Als wir gegen Mittag (des nächsten Tages) in Barcelona eintrafen, gab es im Bus gleich ein Staunen zu hören: wir bewunderten schon allein bei der Durchfahrt die Schönheit der Stadt. Nachdem wir uns im Hotel einquartiert und entsprechend kurz erfrischt hatten, verloren wir keine Zeit und starteten sofort in Richtung Camp Nou.

„Futbol“ en Barca

Fußball in Barcelona ist Kult. Eigentlich müsste man sagen: Fußball ist Religion. Bereits zwei Stunden vor Spielanpfiff versammeln sich Tausende Fans, um die anreisenden Spieler des FC Barcelona mittels Parcours zu begrüßen. Hierzulande kennt man einen solchen Empfang höchstens nach einer gewonnenen Meisterschaft. Das riesige Stadion Camp Nou mit knapp 99.000 Zuschauerplätzen füllt sich sehr langsam. Zehn Minuten vor Spielbeginn sind noch viele Plätze frei und dann plötzlich ist das größte Fußballstadion Europas bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Fans sind unglaublich begeisterungsfähig, singen und klatschen mit. Es gibt keine Kurve von „Ultras“, sondern nur einen kleinen Sektor für vielleicht rund 200 „Hardcore“- Fans und trotzdem (oder gerade deshalb) herrscht im ganzen Stadion eine großartige Stimmung. Die Fans sind euphorisch, aber keinesfalls aggressiv- davon kann Italiens Fußballszene nur träumen. Das Spiel endete mit einem knappen, aber verdienten 1:0 Sieg für „Barca“ gegen Real Saragossa. Es war beeindruckend Fußballstars wie Lionel Messi, Maxwell, Xavi, Bojan Krkic, Gabriel Milito, David Villa oder Andres Iniesta live zu erleben.

Live in Barcelona

Am „Tag danach“ beherrschten der Besuch des Fußballspiels und die damit verbundenen Eindrücke natürlich die meisten Gespräche der Reiseteilnehmer. Wir organisierten eine Stadtführung und bewunderten besonders die römisch- katholische Basilika Sagrada Familia. Der Bau der von Antoni Gaudí im neukatalanischen Stil entworfenen Kirche ist bis heute unvollendet. Er wurde 1882 begonnen und soll nach jüngsten Prognosen 2026 abgeschlossen sein. Die Kirche zählt zu den UNESCO Weltkulturerben. Beeindruckt hat uns aber auch die Architektur vom malerischen Park Güell. Natürlich stand auch noch ein Abstecher zur Promenade „La Rambla“, zum Strand und ins Aquarium „Mare Magnum“ auf dem Programm. Das Programm bestand aus fixen Programmpunkten und frei zur Verfügung stehenden Zeit. Die KVW- Live Fußballreise nach Barcelona ging reibungslos über die Bühne und war ein Erfolg. Ein Dank gilt besonders den beiden Busfahrern Andreas und Renè sowie den Teilnehmern, es war eine tolle und angenehme Reisegruppe.
 

Live diskutiert über Pflichtzölibat

 
KVW-Live, der junge KVW, hat kürzlich in Kooperation mit dem Jugendzentrum Kass Brixen unter dem Motto „Sex, church and rock’n roll“ eine Diskussionsrunde zum Thema Zölibat veranstaltet. Dass das Thema noch immer heikel und tabuisiert ist, zeigte sich an der Tatsache, dass es von Seiten der Organisatoren (KVW Live) äußerst schwer war, Referenten zu finden, die bereit waren zu dem Thema öffentlich Stellung zu nehmen. 
Umso mehr freute sich KVW-Live Landesvorsitzender Christian Bassani, der den Abend moderierte, drei bekannte Persönlichkeiten begrüßen zu dürfen und zollte ihnen Respekt für ihre Teilnahme.
Die Referenten Artur Schmitt (Pfarrer von Natz und geistlicher Rektor des Bildunghauses Kloster Neustift), Werner Palla (unabhängiger Ombudsmann für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der Diözese Bozen Brixen) und Martin M. Lintner (Phil.-Theologische Hochschule Brixen) diskutierten und beantworteten die Fragen der Anwesenden. Werner Palla meinte im Rahmen der Diskussionsrunde, dass es den Priestern frei stehe sollte, sich für den Zölibat zu entscheiden: „Der Zölibat sollte keine Voraussetzung sein, um Priester zu werden. Dadurch werden viele fähige und berufene Männer abgeschreckt.“ Diesem Argument stimmten mehrere Zuhörer bei. Arthur Schmitt sprach sich für eine Erweiterung des Zölibates aus, so dass Männer, denen die Lebensführung der Enthaltsamkeit nicht liegt oder Probleme schafft, auch die Möglichkeit haben, ihrer Berufung als Gottesdiener zu folgen. Zur Tabuisierung des Themas meinte Schmitt: „Die Kirche neigt dazu, diese Themen auszublenden, weil man sich damit automatisch dem Druck der Öffentlichkeit aussetzt.“ Laut Martin Lintner liegen keine fundierten theologischen Gründe für den Pflichtzölibat vor. Zu den aktuellen Missbrauchs- Vorfällen meinte Pater Martin: „Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Zölibat und sexuellem Missbrauch gibt es nicht. Wer mit seiner Sexualität nicht klar kommt, fühlt sich von der zölibatären Lebensform vielleicht angezogen, hat aber garantiert auch in der Ehe Probleme“, so Lintner. KVW- Live bedankt sich bei allen Anwesenden für die rege sachliche Diskussion und wird auch in Zukunft versuchen mit durchaus kritischen Themen junge sowie erwachsene Menschen anzusprechen.
 

"Facebook - ultracool oder verdummend?"

 

KVW-Live Diskussionsreihe

Live – der junge KVW veranstaltete im Dezember in Kooperation mit dem Netzwerk der Jugendtreffs und –zentren Südtirols (n.e.t.z) an diversen Landesberufsschulen und in zwei Jugendzentren eine Diskussionsreihe für Jugendliche zum Thema „Facebook“*. Dabei wurde den Jugendlichen die kritische Reflexion und Diskussion des Themas ermöglicht.

Es hat sich gezeigt, dass die Jugendlichen das soziale Netzwerk „Facebook“ vor allem zur Unterhaltung und zum gesellschaftlichen Zweck nutzen, um mit Freunde in Kontakt zu sein und sich aus zu tauschen. Die Jugendlichen wissen aber auch bestens über die Gefahren der Nutzung solcher Plattformen Bescheid. Sie haben darauf verwiesen, dass es sich bei jenen Jugendlichen, die in den Medien wegen missbräuchlicher Nutzung solcher Plattformen auffallen, um Einzelfälle handelt. Weiters kamen in der Diskussion interessante Vorschläge von Seiten der Jugendlichen. So würden sie zum Beispiel „Facebook gerne“ ihren Lehrpersonen zeigen und erklären, um dadurch Vorurteilen entgegen zu wirken. Für KVW-Live war diese Veranstaltung ein großer Erfolg und eine tolle Möglichkeit, mit vielen jungen Menschen auf Augenhöhe in Kontakt zu treten.
 

Facebook

 

Die Jugend gibt Tipps

Bei den Veranstaltungen im Jugendzentrum Juze Naturns und im Jugendtreff Iduna Algund führten die vier Malser Maturanten Michael Federspiel, Fabio Franza, Andreas Winkler und Ludwig Paulmichl ins Thema ein. Sie haben bereits ihre MitschülerInnen in Mals über das soziale Netzwerk aufgeklärt. Folgend geben sie einige Sicherheitstipps zur Facebookbenutzung.

• Nehmt euch die Zeit, um die Privatsphäreeinstellungen auf Facebook Schritt für Schritt durchzugehen! 

• Kontaktinformationen nicht veröffentlichen: Man sollte nur persönliche Informationen veröffentlichen, welche zur Anmeldung unbedingt nötig sind. Gib nur jene Informationen an, die du auch im wirklichen Leben einer fremden Person ohne Bedenken preisgeben würdest. 

• Profildetails nur für Freunde sichtbar (z.B. Fotos, Videos): Die Privatsphäre-Einstellungen sollte man so festlegen, dass nur die Freunde die man auch als solche hinzugefügt hat, einen Einblick in das eigene Profil haben. Die Freunde von Freunden sollten nichts sehen, denn diese kennt man sicher nicht alle. Es wird dann ziemlich unüberschaubar, wer die Informationen des Profils lesen kann. 

• Anonyme E-Mail Adresse verwenden: Betrüger können nicht den richtigen Namen herausfinden, wenn man eine „falsche“ E-Mail Adresse verwendet. Ein weiterer Vorteil ist, dass man nicht von Werbung zugemüllt wird und viel Zeit damit verbringen muss, diese von wichtigen Mails zu unterscheiden. 

• Keine Beleidigungen (Art. 595 c.p.): Beleidigungen sind Verletzungen der persönlichen Ehre und strafbar. Wer jemand beleidigt, riskiert Haftstrafen von 6 Monaten bis zu 3 Jahren und Geldstrafen nicht unter 516 Euro. 

• Fotorecht beachten: Fotos darf man nur mit der ausdrücklichen Zustimmung der fotografierten Person hochladen. Wer dieses Recht nicht beachtet riskiert einen Brief vom Anwalt oder sogar ein Besuch vor dem Gericht. Dieselbe Regelung gilt auch für Videoclips
 

KVW-Live Fackelwanderung in Montan

 

Motto: Martinstag

Anfang November hat KVW- Live Montan eine Fackelwanderung für Kinder und Jugendliche organisiert. Die Aktion wurde zusammen mit dem Jugenddienst Neumarkt und der katholischen Jungschar von Montan durchgeführt.

Die Fackelwanderung fand am Martinstag statt und stand unter diesem zeitbezogenen Motto. Bei der ersten Station „Der Soldat“ beschäftigten sich die 36 Jugendlichen mit dem Militärdienst, es wurden Vergleiche zur heutigen Zeit gezogen und Bilder von Kindersoldaten gezeigt. Anschließend wurden die Fackeln zum Gedenken an unschuldig Getötete entzündet. Bei der zweiten Station wurde zum Thema „Die Wende“ das Lied der deutschen Popband Silbermond „Krieger des Lichts“ gespielt, dieses Thema hat die Jugendlichen besonders fasziniert. Abschluss der gelungenen Fackelwanderung war die 3. Station „Der Bischof“ mit einer kurzen Erklärung und Gebet. Anschließend gab es Tee und Kuchen im Vereinshaus, wo die Jugendlichen weitere Impulse für neue Veranstaltungen gaben. Die Aktion wurde für KVW- Live von Inge Zwischenbrugger koordiniert.
 

Mobbing & Gewalt unter Kindern und Jugendlichen

 
Mobbing und Gewalt ist unter Jugendlichen weder ein neues noch ein akutes Problem. Dennoch hat die Diskussion in der Öffentlichkeit über dieses Phänomen deutlich an Schärfe zugenommen. Meldungen über Kinder, die in der Schule mobben, Jugendliche, die Gleichaltrige verprügeln oder über Ausländer herfallen, versetzten uns in Angst und Schrecken.

Am Mittwoch, 3. Februar fand im Jugendzentrum JuZe in Naturns der von uns organisierte Vortrag "Gewalt und Mobbing unter Kindern und Jugendlichen" statt. Es waren 23 Teilnehmer anwesend und der Abend verlief sehr informativ und interessant. Referent Lukas Schwienbacher brachte einige gute Aspekte vor, die die Teilnehmer zum Grübeln anregten und eine interssante Diskussion zum Thema entstehen ließ.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen folgende Themenbereiche: Steigt die Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen wirklich an? Wie entsteht Mobbing und Gewalt? Was tun bei einem konkreten Fall von Mobbing und Gewalt? Wie können wir die Opfer schützen und unterstützen? Konkrete Möglichkeiten Mobbing und Gewalt vorzubeugen.
 

KVW Live beim „König der Löwen“ in Hamburg

 

Reisebericht von Angela Waldner

Der junge KVW ist im März zur ersten eigenen großen Reiseveranstaltung angetreten. Auf dem Programm stand ein Besuch des beliebten Walt Disney Musicals „König der Löwen“ in Hamburg. Nach intensiver Vorbereitung konnte die große Gruppe voller Erwartungen am 19. März die Busfahrt in Richtung Norden antreten. Angela Waldner mit einem kurzen Erlebnisbericht:

Wir starteten am Abend gegen 21.30Uhr von Bozen aus mit dem Bus in Richtung Hamburg. Insgesamt nahmen 65 Personen (Jung und Alt) am Ausflug teil. Nach der Begrüßung durch den Busfahrer und den KVW- Live Begleiterinnen wurde versucht so gut es ging zu schlafen. Nach zwei Zwischenstopps erreichte die Gruppe am Vormittag des nächsten Tages (20. März) das wunderschöne Hotel in Hamburg. Nach der langen Busfahrt ( fast 12 Stunden!) konnten wir uns zuallererst mit einem reichhaltigen Frühstück stärken – das tat gut! Anschließend bezogen wir unsere Zimmer. Lange dauerte die Verschnaufpause aber nicht und schon ging es wieder weiter: gegen halb zwölf brachen wir auf zur Stadtrundtfahrt die fast 3 Stunden dauerte, sehr interessant aber auch ganz schön intensiv war. Die Gruppe besichtigte u.a. den berühmten Hamburger Hafen, das dort liegende U- Boot und fuhr z.B. auch am Wohnhaus vom Liedermacher Udo Lindenberg vobei. Die Highlights der Stadtrundfahrt waren die Besichtigung der Repperbahn und der St. Michaelis Kirche, besser bekannt als „Michel“. Nach dreistündiger kultureller Weiterbildung vertrat man sich kurz die Beine und einige fuhren dann wieder ins Hotel zurück. Im Hotel angekommen, begannen die „Stylingvorbereitungen“ für das Musical. Kurz vor dem Aufbruch stürmten wir noch das Hotelrestaurant. Um 19.00 Uhr warteten bereits die Shuttleboote am Ufer der Elbe, um die zahlreichen Besucher sicher zum Theater zu bringen. Dort angekommen konnten wir das wunderschöne Musicaltheaterhaus samt Kulisse bestaunen und um 20.00 Uhr begann endlich das Musical. Die Darsteller begeisterten die Zuschauer mit ihren farbenfrohen Kostümen, ihrem herrlichen Gesang und ihren atemberaubenden Showeinlagen. Leider war die Show viel zu schnell vorbei und so fuhr man um 23.30 Uhr mit dem Bus wieder Richtung Hotel. Einige ließen es sich nicht nehmen und gingen noch aus. Im Hotel angekommen fielen wir müde aber glücklich ins Bett. Nach einer ruhigen Nacht und einem leckeren Frühstück hieß es wieder Koffer packen und Richtung Heimat fahren. Zusammengefasst kann man sagen: es war eine intensive aber gelungene Reise sowie ein unvergessliches Wochenende für uns. Wir freuen uns schon auf die nächste Reise!
 

"Bedrohung Islam?" kam gut an

 
Passend zur Fastenzeit hat sich der junge KVW, KVW – Live, im März mit einem religiösen Thema beschäftigt. Im Rahmen der Vortragsreihe „Bedrohung Islam“ fanden landesweit sechs Themenabende statt. Referenten waren dabei Don Mario Gretter und Abdelouahed El Abchi.

Im Rahmen der Vortragsreihe „Bedrohung Islam“ wurde versucht Jugendliche und Erwachsene den Islam etwas näher zu bringen. Dabei ging es nicht so sehr (nur) um den Abbau von Vorurteilen, sondern die Besucher sollten in erster Linie über diese Religion aufgeklärt bzw. informiert werden. Deshalb wurden im Vortrag Fragen beantwortet wie: Was sind die Grundlagen des Islams? Wie ist das Frauenbild im Islam? Welchen Dialog und welche Möglichkeiten gibt es ein Zusammenzuleben zu schaffen? Welche Bedeutung haben das Kopftuch, das Gebet, die Esskultur oder die Kleidung? Welche Rolle spielt die Religion im Alltag und in der Erziehung der Kinder? Während der Vorträge konnten die Besucher ständig Fragen an die Referenten stellen, wobei auch so manche delikate Frage auftauchte. Abdelouahed El Abchi stammt aus Marokko und lebt bereits seit neun Jahren in Südtirol. „Abdel“ erzählte deshalb viel aus seinem Leben, seinen Eindrücken in Südtirol und versuchte auch Gemeinsamkeiten im religiösen Alltag zu finden. Don Mario Gretter hat sich als religiöser Wissenschaftler dem Islam genähert und konnte folglich vor allem durch wissenschaftliche Erklärungen überzeugen. Die Vorträge kamen bei den Besuchern gut an, wobei vielfach der Wunsch vorgebracht wurde, die Religion Islam verstärkt kennen zu lernen. „Zwei Stunden reichen nicht, um wirklich alle Facetten dieser Religion zu erfahren“, meinte ein Besucher, gegenüber dem Kompass. Immerhin ist der Islam in Sachen Verbreitung die zweistärkste Religionsgemeinschaft der Welt und dank der Einwanderung auch in Südtirol vermehrt präsent.

Die landesweite Vortragsreihe "Bedrohung Islam" wurde mit Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse veranstaltet.
 

Mut zur Organspende?

 

KVW-Live Vortragsreihe

Daniela Tschimben begrüßt die Zuhörer in Kaltern
Im April hat der junge KVW eine landesweite Vortragsreihe zum Thema „Mut zur Organspende?“ organisiert. Mit den Vorträgen wollte KVW-Live junge wie auch erwachsene Mitbürger für das teilweise Tabuthema sensibilisieren.

Als Referenten waren vom jungen KVW die beiden Ärzte Dr. Bruno Giacon und Dr. Peter Zanon eingeladen worden. Die beiden Ärzte zeigten im Rahmen der Vortragsreihe die aktuelle Situation in Sachen Organspenden in Südtirol auf: Unser Land liegt italienweit nur im Mittelfeld, was die Anzahl der Organspender angeht. Dank einer Konvention mit der Uni Klinik von Innsbruck sowie medizinischer Einrichtungen in Verona kann der Bedarf an Organspenden in unserem Lande aber großteils gedeckt werden, wobei die Wartezeit noch relativ lang ist. Auch ist die Skepsis für eine Organspende mit 30 Prozent in der Südtiroler Bevölkerung deutlich höher als beispielsweise im benachbarten Trentino. Zusammen mit anwesenden Mitarbeitern der jeweiligen Sanitätsbetriebe konnten im Anschluss an die Vorträge noch zahlreiche offene Fragen andiskutiert werden, dabei tauchten teilweise sehr persönliche Fragen vonseiten der Zuhörer auf. Insgesamt darf die Vortragsreihe über ein solches heikles Thema, das viele Mitbürger nicht ernst nehmen, als Erfolg bezeichnet werden - auch wenn in einigen Gemeinden mehr Zuhörer erwartet wurden, aber angesichts eines solchen „heiklen“ Themas darf dieser Umstand auch nicht verwundern.

Die Vortragsreihe "Mut zur Organspende" wurde mit Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse veranstaltet.
 

KVW-Live informiert Jungpolitiker über Wohnungspolitik

Der junge KVW hat sich kürzlich mit Vertretern der Jugendorganisation der Mehrheitspartei, der Jungen Generation in der SVP, getroffen. Im Mittelpunkt des informellen Gesprächs stand die Wohnbaupolitik des Landes, welche zunehmend mehr junge Arbeitnehmer interessiert. KVW Live möchte sich künftig verstärkt um diese Zielgruppe kümmern.

Das Gespräch kam auf Einladung der Jungen Generation in der SVP zustande. Dass sich die Jugendorganisationen zweier großer Verbände bzw. einer Partei zum Informationsaustausch treffen liegt auf der Hand und macht durchaus Sinn, schließlich wollen sich beide Organisationen um die Interessen der Jugend einsetzen. „Die Jugend muss auf dem Weg zum Eigenheim stärker unterstützt werden!“, war entsprechend das Motto nach dem gemeinsamen Treffen von JG und KVW-Live. Die JG versprach den Vertreten des jungen KVW, die eigenen Abgeordneten für die Jugend- spezifischen Tehmen sensibilisieren zu wollen. „Wir wollen gemeinsam dazu beitragen, dass die Bedürfnisse der jungen Menschen etwa in Wohnbaufragen stärker berücksichtigt werden“, so die Vertreter der beiden Organisationen. Die Junge Generation in der SVP und KVW-Live wollen in Zukunft auch verstärkt themenbezogen zusammenarbeiten. Dies vereinbarten die Vorsitzenden Philipp Achammer (JG) sowie Christian Bassani und Judith Vonmetz in der Aussprache. Als ersten Schritt planen die beiden Jugendorganisationen für 2010 eine Informationsreihe zum Thema „junges Wohnen“, in Zusammenarbeit mit der Arche im KVW. „Wir wollen jedoch nicht nur Aufklärungsarbeit leisten. Wir möchten gleichzeitig auf die Schwierigkeiten hinweisen, mit denen sich Jugendliche auf dem Weg zum Eigenheim konfrontiert sehen“, so Achammer, Bassani und Vonmetz. „Bei der Vergabe von Mittelstandswohnungen etwa sollten junge Menschen besonders berücksichtigt werden!“ Auch bei der Ausgestaltung der Bausparverträge wollen die beiden Organisationen ihren Beitrag leisten. Darüber hinaus gebe es eine Reihe von weiteren Themen, derer sich die beiden Organisationen gemeinsam annehmen möchten. „Dazu zählt sicherlich auch das Thema Integration. Hier ist nicht nur die Politik gefordert endlich aktiv zu werden, sondern auch Vereine, Verbände oder die Schule“, betonten die Jugendvertreter. „Vor allem müssen Vorurteile und Fehlinformationen aus dem Weg geräumt werden, die hauptsächlich unter vielen Jugendlichen bestehen!“ Auch diesbezüglich wollen die beiden Jugendorganisationen künftig verstärkt zusammenarbeiten. KVW-Live wird in Zukunft auch mit anderen parteipolitischen Jugendorganisationen das Gespräch suchen, um mögliche Kooperationen zu überprüfen.
 

Vortrag: Grundeinkommen für alle?

Vortrag: Thema Grundeinkommen
KVW Live hat vor kurzem im Haus St. Georg in Sarns, bei Brixen, einen Info- Vortrag zum Thema Grundeinkommen abgehalten. Dem interessierten Publikum wurden zuerst Ausschnitte eines Doku- Films zum Thema gezeigt, anschließend begann eine sehr intensive Diskussion.

Als Referenten hatte KVW Live Urban Perkmann von der Handelskammer Bozen und Josef Stricker, geistlichen Assistenten des KVW, eingeladen. Während sich Stricker für ein Grundeinkommen in der Höhe von etwa 700 Euro aussprach, zweifelte Perkmann die Finanzierbarkeit eines solchen Modells an. Laut Perkmann müsste die Konsumsteuer erhöht werden, um allen ein Grundeinkommen zu sichern und dies wiederum würde die Schattenwirtschaft erhöhen. Auch würden dann wohl die Steuersätze deutlich steigen, was wiederum zu höheren Konsumpreisen führen würde, so Perkmann in seinen Ausführungen. Für Josef Stricker wäre ein Grundeinkommen hingegen ein ideales Model, um die Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen, gleichzeitig könnten die Sozialabgaben der öffentlichen Hand deutlich gesenkt werden. Beide Referenten waren aber abschließend der Meinung, dass die Bevölkerung derzeit noch nicht reif sei für ein Modell des Grundeinkommens.

An der Diskussion beteiligt haben sich auch sehr intensiv die Zuhörer/innen. Dabei wurde auch der Wunsch vorgebracht das Thema Grundeinkommen noch stärker in Südtirol zur Sprache zu bringen, KVW Live hat mit dem Vortrag in Brixen einen weiteren Schritt dazu getan.

In den kommenden Wochen und Monaten wird KVW Live den Film- Diskussionsabend auf Nachfrage auch in anderen Ortschaften Südtirols anbieten.
 

Erste Jam Session in Brixen erfolgreich

Jam Session in Brixen
In Brixen fand die erste Jam Session von KVW-Live statt. Daran beteiligten sich mehrere Musiker, welche ganz nach dem Sinn der Veranstalter „spontan-Musik“ vom Feinsten boten. „Es ist uns gelungen einige Musiker anzusprechen, welche gemeinsam, ungezwungen, ohne Programm spielten und die Zuhörer zum Mitmachen animieren konnten“, so Projektleiter Lukas Blasbichler von KVW-Live. Nach einem ersten positiven Echo der Beteiligten wird das Projekt fortgesetzt und weitere Veranstaltungen werden folgen. „Wir möchten einen musikalischen Treffpunkt für diejenigen schaffen, die sich mit anderen kreativen Leuten austauschen möchten“, so Blasbichler.

Die Idee wurde von Josef Pfattner, Mitglied der Projektgruppe KVW-Live vor einiger Zeit eingebracht. Seine Erfahrungen in Irland waren diesbezüglich sehr positiv und so wurde beschlossen eine Jam Session auch hier bei uns zu organisieren. Dabei verstehen wir unter Jamsession (v. engl. jam "improvisieren" und session "Veranstaltung") ein zwangloses und spontanes Spiel von Hobby-Musikern. Jeder spielt und improvisiert nach Belieben und Laune. Auch Zuhören und mit anderen ins Gespräch kommen ist möglich.

So fand am 30.11.2007 die erste Jam Session in einem Pub in Brixen statt. Zahlreiche Lokalbesucher konnten sich auf das Zusammenspiel von bis zu sechs Musikern freuen. So trafen sich Musiker aus Lüsen, Sterzing, Villanders, Latzfons und St. Felix am Nonsberg mit ihren Instrumenten: Gitarre, Trommel, und Ziehorgel. Auch das Singen kam am späteren Abend nicht zu kurz. Auch die Organisatoren von KVW-Live kamen voll auf ihre Rechnung und können auf einen gelungen Abend zurückblicken.

Ciuca Manuela aus Franzensfeste hat die Veranstaltung sehr gut gefallen. Besonders fasziniert war sie von der „Sogwirkung“ der Musik. So hörte Max, 16 Jahre aus Latzfons mit Kollege Florian aus Brixen von der Straße her die Ziehorgel und kam sogleich ins Lokal und spielte ein paar Stücke mit. Auch das Feiern ohne übermäßigen Alkoholkonsum findet Manuela wichtig und möglich.

Lukas aus Feldthurns staunte über das was möglich ist, ohne dass die Richtung vorgegeben wird. Durch die Improvisation aller Beteiligten kommt immer was Neues, Spannendes heraus. Und es sind alle Beteiligten dafür Verantwortlich, ob die Stimmung passt oder nicht.

Veronika aus Lüsen fand den Start nicht schlecht. Die Veranstaltung ist ausbaufähig und je mehr die Leute reden, desto mehr kommen und machen mit.

Josef aus Brixen bezeichnete die Veranstaltung als erfolgreich. Einmal weil der Geist des freien Zusammenspieles der Beteiligten da war und einmal weil sich die Stimmung auf alle Besucher des Lokales ausgebreitet hat. Besonders erfreulich war es, dass sich zwei Lokalbesucher, die sich zufällig im Lokal befanden, spontan angeboten haben, mitzuspielen. Gerade dies wird mit derartigen Veranstaltungen beabsichtigt.