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Frauen im KVW

 

Beruf und Familie - Zerreißprobe oder Gewinn?

Dies war das Thema der Tagung der Frauen im KVW am 26. November 2011.
Landesrat Richard Theiner informierte kurz über die aktuelle Situation zur Familenpolitik veranschaulichte, dass es eine starke Familie braucht, damit auch ein Unternehmen stark sein kann. 





Die Erfahrungsberichte der verschiedenen Referenten 

Judith Vonmetz, Sozialgenossenschaft der Tagesmütter 
Georg Oberhollenzer, RaiKA Bruneck 
Heidrun Achammer, Markas GmbH 
Angelika Margesin, a+b architektur 

ließen die Teilnehmer die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. 

Die Tagung war für die Frauen im KVW eine Bestätigung, dass ihr Anliegen zur Förderung der Frau in Beruf und Familie aktueller denn je ist.  Durch die Schaffung von politischen und strukturellen Rahmenbedingungen und vor allem durch die Wahlfreitheit kann Beruf und Familie zum Gewinn für alle werden.  
Hier der vollständige Bericht zur Tagung!

Die (un)sichtbaren Leistungen der Frau (an)erkennen!

Jahresthema der Frauen im KVW 2011/2012
Das Bruttosozialprodukt erfasst alle Güter und Dienstleistungen, die für den Markt erbracht werden, d. h., für die ein Preis bezahlt wird. Alle unentgeltlich erledigten Arbeiten werden ausgeklammert. Da ein großer Teil der unbezahlten Arbeit von Frauen verrichtet wird, wird dadurch der weibliche Beitrag für den Wohlstand der Gesellschaft systematisch unterschätzt. Das Bundesamt für Statistik der Schweiz erhebt seit 1997 das Ausmaß der unentgeltlichen Arbeit. Diese beträgt in der Schweiz ca 60 % des Bruttosozialproduktes. Etwa zwei Drittel davon werden von Frauen geleistet.
Arbeit ist mehr als Erwerbsarbeit. Familienarbeit und Gemeinwohlarbeit müssen gesellschaftlich aufgewertet werden, denn zum Gelingen des gesellschaftlichen Zusammenlebens sind sie unabdingbar und mindestens ebensowertvoll. Der bisher nichtentlohnte Bereich der Familienarbeit und der Gemeinwohlarbeit muss gesellschaftlich wie auch finanziell anerkannt werden. Wenn wir die Gesellschaft und nicht nur die Wirtschaft stärken wollen, müssen wir genau hier ansetzen um ein qualitatives und nicht nur quantitatives Wachstum zu erreichen. 

Darum setzen wir uns ein für:
- Gesellschaftliche Aufwertung unbezahlter Arbeit 
- Ausreichende finanzielle und rentenmäßige Anerkennung unbezahlter Arbeit
- Eine gleichmäßige Verteilung der unbezahlten Arbeit auf Frauen UND Männer

"Tag des gleichen Lohnes" - Rote Taschen im Umlauf

Der "Tag des gleichen Lohnes" (Equal Pay Day) in Südtirol mit den Frauen im KVWTag des gleichen Lohnes in Sterzing Sterzing - Landesvorsitzende der Frauen im KVW Helga Mutschlechner Holzer Aktionsstand in Schlanders Rote Taschen in Bruneck Equal Pay Day in Bruneck Aktionsstand in Brixen - BarbaraMorandell, RitaTauber, BertaRafreider Brixen - Stadträtin Paula Bacher, Rita Tauber Meran - Frau Dr. Bauer, Johanna Fischer Götsch Der Equal Pay Day in Neumarkt Neumarkt 2 Informationsstand in Bozen Gespräche am Bozner Kornplatz KVW Frauen in Bozen Alle trugen rote TaschenTag des gleichen Lohnes in Sterzing Sterzing - Landesvorsitzende der Frauen im KVW Helga Mutschlechner Holzer Aktionsstand in Schlanders Rote Taschen in Bruneck Equal Pay Day in Bruneck Aktionsstand in Brixen - BarbaraMorandell, RitaTauber, BertaRafreider Brixen - Stadträtin Paula Bacher, Rita Tauber Meran - Frau Dr. Bauer, Johanna Fischer Götsch Der Equal Pay Day in Neumarkt Neumarkt 2 Informationsstand in Bozen Gespräche am Bozner Kornplatz KVW Frauen in Bozen Alle trugen rote Taschen

Equal Pay Day war ein voller Erfolg!
An Informationsständen in allen Landesteilen wurde am 15. April 2011 zum Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen aufgeklärt, Gespräche geführt, Informationen gegeben und die symbolischen roten Taschen verteilt. 

Frauen verdienen im EU-weiten Durchschnitt immer noch 17 % weniger als Männer. Anders gesagt: Frauen müssen im Durchschnitt 15 Monate lang arbeiten um auf das Jahresgehalt eines Mannes zu kommen. Darum stellten sich am 15. April, dem Tag an dem Frauen endlich so viel verdient haben wie ihre männlichen Kollegen im Vorjahr, die KVW Frauen gemeinsam mit dem Landesbeirat für Chancengleichheit der Aufgabe, auf dieses Missverhältnis hinzuweisen und Information und rote Taschen an die Frau und an den Mann zu bringen. 

Die Gründe des Lohnunterschiedes sind divers und Ihre Auswirkungen oft fatal. Nicht nur Mutterschaftszeiten allein, sondern vor allem die vorherrschende Einstellung, dass Familien- und Hausarbeit automatisch „Frauensache“ sei, beeinträchtigen die Verdienstmöglichkeiten von Frauen. Wäre die gleichmäßige Aufteilung von Erziehungs- und Hausarbeit zwischen Männern und Frauen eine Selbstverständlichkeit, hätten Arbeitgeber keinen Grund, Frauen bei Einstellung oder Beförderung eher zu übergehen. Die gleichmäßige Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, bzw. Aufwertung, ausreichende Unterstützung und rentenmäßige Anerkennung der Familienarbeit, sind Voraussetzungen um Frauen vor den riskanten Auswirkungen der geringeren Bezahlung zu schützen: nämlich einer Rente, die nicht zum Leben reicht. Es darf nicht sein, dass auf ein arbeitsreiches Leben ein Alter in Armut folgt! 

An den Informationsständen in allen Landesteilen waren die Informationsbroschüren schnell vergriffen und die knallroten Taschen, Symbol für die roten Zahle in den Geldtaschen der Frauen, heiß begehrt. Gespräche und Befragungen zeigten, dass die Menschen über die Lohnungleichheit, deren Gründe und Auswirkungen zwar unterschiedlich gut informiert sind, aber Frauen und Männer sich einig sind: Die Arbeit von Frauen ist gleich viel wert wie die der Männer, wird aber leider noch immer schlechter bezahlt. Die Gehaltschere im Auge zu behalten und auf ihre Schließung hinzuarbeiten bleibt auch in Zukunft eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen.

 

Jahresthema 2010/2011 "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"

Die rote Tasche ist das Symbol für den "Equal Pay Day"
GLEICHER LOHN FÜR GLEICHE ARBEIT! - ROSIGE AUSSICHTEN FÜR FRAUEN!?

Der Grundsatz, dass für gleichwertige Arbeit, gleicher Lohn gezahlt werden soll, ist zwar in der Verfassung verankert, doch nach über 60 Jahren noch immer nicht in die Praxis umgesetzt. Frauen erhalten im Schnitt deutlich weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Auf diesen Missstand wollen die Frauen im KVW hinweisen. Daher haben sich die KVW Frauen  als Jahresthema 2010/2011 "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - Rosige Aussichten für Frauen!?" auf die Fahnen geschrieben. Nähere Informationen: frauen@kvw.org  

Inhaltliche Informationen zum Thema "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" erhalten Sie in unserem Faltblatt.
Helfen Sie mit, die Öffentlichkeit, Gesellschaft und Familien für dieses Thema zu sensibilisieren, damit wir Frauen tatsächlich ROSIGEN Zeiten entgegensehen können. 

FALTBLATT "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" HERUNTERLADEN


Weiterführende Informationen zum Thema "Equal Pay Day" in Deutschland und Österreich erhalten sie unter folgenden Links:
www.equalpayday.de (Deutschland)
www.equalpayday.at (Österreich)
 

Landesausschuss der Frauen 2010-2014

Landesvorsitzende der Frauen mit Stellevertreterinnen
Helga Mutschlechner Holzer wurde am 17.11.2010 als Landesvorsitzende der Frauen im KVW wiedergewählt. Ihre Stellvertreterinnen sind Margareth Fink und Marion Fischer Pfeifer. Schwerpunkte der Arbeit der Frauen im KVW werden der Einsatz für gleichen Lohn bei gleicher Arbeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sein.

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19. Landesversammlung

Die rote Tasche als Symbol des ungleichen Lohnes
Die Frauen im KVW stellten ihre Landesversammlung am 6. November 2010 unter das Motto „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Rosige Aussichten?“. Helga Mutschlechner Holzer, Landesvorsitzende der Frauen im KVW, konnte neben 350 Frauen aus ganz Südtirol, auch Mag. Sylvia Dillinger Brigl in Bozen begrüßen. Sie ist Präsidentin des internationalen Frauennetzwerks BPW (Business + Professional Women) und zeigte anhand von Studien, warum Frauen weniger verdienen...

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Die Rechte der Mütter: Informationsblatt "Großes Wunder kleiner Mensch"

Informationsblatt "Großes Wunder - kleiner Mensch"
„Welche Rechte habe ich als Mutter in der Arbeitswelt? Darf mir während der Schwangerschaft gekündigt werden? Welche finanziellen Unterstützungen erhalte ich?“ Diese Fragen stellen sich den meisten Frauen, sobald sie schwanger sind. Denn ein Kind verändert das Leben.

In Südtirol werden pro Jahr etwa 5000 Kinder geboren. Immer mehr Frauen, die Mütter werden, stehen im Erwerbsleben. Das Recht nimmt auf die Situation und die Gesundheit der schwangeren Frauen und stillenden Mütter am Arbeitsplatz besondere Rücksicht. Die Rechtslage ist jedoch nicht einfach zu überblicken. Arbeitsgesetz, Sozialversicherungsrecht sowie Gleichstellungsgesetz tragen je einen Teil dazu bei. Zudem ist die Rechtslage nicht für alle Frauen gleich.

Viele Frauen in Südtirol wissen zum Thema soziale Vor- und Fürsorge wenig, schlecht oder gar nicht Bescheid. Dies belegte eine Umfrage im Jahr 2005, durchgeführt von den Frauen im KVW, der Berufsgenossenschaft der Hausfrauen und dem katholischen Familienverband. „Immer noch zu viele Mütter geben die Erwerbstätigkeit auf, ohne sich rechtzeitig über ihre Anrechte zu informieren“ so Helga Mutschlechner Holzer, Vorsitzende der Frauenstruktur im KVW.

Durch ein Informationsblatt möchten die Frauen im KVW werdende Mütter über Ihre Anrechte aufklären. Bei Mutterschaftsurlaub, Elternzeit, Kündigungsschutz und bei finanziellen Beiträgen gibt es je nach Versicherungslage und Arbeitsvertrag Unterschiede. Auch als Nicht-Versicherte (Nicht Erwerbstätige) stehen den werdenden Müttern gewisse Rechte zu.

Die Infobroschüre gewährt einen groben Überblick über die Anrechte in Hinblick auf die jeweilige Versicherungsposition der Frau (Arbeitnehmerin im privaten oder öffentlichen Sektor, Freiberuflerin, landwirtschaftliche Tagelöhnerin, Hausangestellte usw.). Detailliertere Auskünfte zu ihren Rechten können die jungen Mütter bei den zuständigen Anlaufstellen und KVW Patronaten einholen.

Um möglichst viele Mütter zu erreichen, wird die Broschüre dem Mutterpass beigelegt, den Schwangere vom Gynäkologen/in erhalten.
Außerdem können Sie die Broschüre >>hier herunterladen.
 

Frauennetzwerk

1992 schlossen sich verantwortliche Frauen aus den deutschsprachigen Verbänden der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegungen KAB Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und dem Katholischen Verband der Werktätigen KVW Südtirol zusammen, um die Frau-enperspektive stärker in die nationale und internationale Verbandsarbeit einzubringen.
 
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