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Thérapie Sociale: Konflikte und Störungen im Zusammenleben erfolgreich lösen

 

Ein Interview mit dem Begründer der Gesellschaftstherapie Charles Rojzman

Menschen mit verschiedenen Werten, Normen und kulturellen Hintergründen zum Zusammenleben und -arbeiten zu befähigen – das ist das Ziel des Lehrganges „Thérapie Sociale“, den die KVW Bildung Bozen ab Juni 2011 anbietet. Der französische Psychologe und Soziologe Charles Rojzman ist der Begründer der Thérapie Sociale, Buchautor und Universitätsdozent.

Herr Rojzman, was genau ist „Thérapie Sociale“?
Gesellschaftstherapie ist nichts anderes als Menschen und Gruppen zur gesellschaftlichen Zusammenarbeit zu befähigen und die unterschiedlichen Kontakte und Beziehungen „gesünder“ zu gestalten. In der Ausbildung lernen die TeilnehmerInnen tiefer liegende Gründe für Missverständnisse, Stereotypen und fehlenden Kontakt herauszuarbeiten und neue, konstruktive Strategien zu entwickeln. Das Besondere an der Thérapie Sociale ist vor allem die Vernetzung verschiedener Ebenen, wie der institutionalisierten politischen Ebene, jener der Verantwortungsträger und der konkret Betroffenen. 

Welche Ziele werden damit verfolgt?
Konflikte sind Bestandteil multikultureller und demokratischer Gesellschaften. Die TeilnehmerInnen lernen, konstruktiv damit umzugehen und die Angst vor dem Anderen zu überwinden. Auf diese Weise, sind die Sozialkompetenz und Eigenverantwortung der einzelnen Menschen erweitert. 

Wurde diese Gesellschaftstherapie schon in der Praxis erprobt?
Die Thérapie Sociale wird seit Jahren erfolgreich in internationalen Krisengebieten eingesetzt, u.a. mehrmals in den Pariser und Marseiller Vorstädten, USA, Russland, Israel-Palästina, Rwanda. 

An welche Personen richtet sich die Ausbildung, die der KVW in Bozen organisiert?
Angesprochen sind all jene Personen, die mit dem Thema Konflikte und Gewalt verschiedenster Art konfrontiert sind und dafür nach Lösungen suchen, z.B. Lehrpersonen, Polizeikräfte, MitarbeiterInnen in der Jugendarbeit, in Arbeitsämtern, Sozialdiensten u. ähnlichen Einrichtungen. Da die Thérapie Sociale sehr praktisch aufgebaut ist, lernen die TeilnehmerInnen konkrete Werkzeuge kennen, die sie in reellen Konfliktsituationen dann erfolgreich einsetzen können. 

Was erwartet die TeilnehmerInnen des Lehrganges?
Thérapie Sociale ist ein Prozess und eine Haltung. Sie wird experimentell und praxisorientiert angelegt. Je nach Gruppendynamik wird das Programm von den TeilnehmerInnen mitbestimmt und kann beliebig gestaltet werden. Die TeilnehmerInnen schärfen den Blick für sich selbst und ihr Bewusstsein, gleichzeitig sollen sie befähigt werden, die verschiedensten gesellschaftlichen, örtlich bezogenen Problemfelder zu bearbeiten, sei es z.B. eine spezielle Schule oder ein Stadtteilproblem. 


Organisatorisches

Lehrgangsdauer: Juni 2011 – Frühjahr 2012 (5 Blöcke zu je 5 Tagen)
Termine:
1. Block: Fr. 03.06. - Mi. 08.06.2011
2. Block: Fr. 16.09. - Mi. 21.09.2011
3. Block: Fr. 25.11. - Mi. 30.11.2011 
4. Block: Fr. 27.01. - Mi. 01.02.2012
Termin 5. Block wird noch bekannt gegeben
Kurszeiten:
Freitag von 15.00 Uhr – 18.30 Uhr
Samstag/Sonntag/Montag/Dienstag von 9.00 Uhr – 18.30 Uhr
Mittwoch von 9.00 Uhr – 12.30 Uhr

Kursbeitrag: Euro 750,00 (Unterkunft/Verpflegung extra)
Ort: KVW Bezirk Bozen, Kornplatz 4, 39100 Bozen

Informationen und Anmeldung:
KVW Bezirk Bozen
Tel. 0471 - 978056
Fax. 0471 - 981465
E-Mail: bildung.bozen@kvw.org