Der Sozialring ist seit nunmehr 2007 darum bemüht, gemeinsame Anliegen der gemeinnützigen Organisationen des Sozialwesens zur Sprache zu bringen, so dass sich die Partnerorganisationen in abgestimmter Weise für Lösungen einsetzen. Somit wickelt der Sozialring seine Tätigkeiten weitgehend in den regelmäßigen Gesprächsrunden der Vorsitzenden der fünf großen Organisationen (Caritas, KVW, LegaCoopBund, Dachverband der Sozialverbände und Confcooperative) ab.
Grundsätzlich gehen die Organisationen im Sozialring davon aus, dass es in der Politik und im öffentlichen Haushaltswesen eine neue Gewichtung der Prioritäten braucht. Die Umschichtungen müssen dorthin gehen, wo echte Nöte ersichtlich sind und es den betreffenden Menschen und ihren Familien nicht aus eigener Kraft möglich ist, diese zu überwinden.
Aus diesem Grund ist der öffentliche Haushalt mit Entschiedenheit einer veränderten Bedürfnislage anzupassen.
Ein weiteres Bedürfnis des Sozialwesens ist auch der Abbau von Bürokratie und Verwaltungsaufwand sowie von Unsicherheiten.
Gefördert werden muss auch eine ständige Weiterentwicklung der Professionalität von gemeinnützigen Organisationen und deren Mitarbeiter/innen.
In vielen auch für das Sozialwesen maßgebliche Entscheidungsgremien ist die Stimme des Dritten Sektors noch unterrepräsentiert. So möchte es der Sozialring erreichen, dass im schulischen und akademischen Bildungsbereich, im (Zusatz-) Rentenwesen oder auch bei den Haushaltsdiskussionen die Vertreter des Sozialrings besser eingebunden werden.
Die Vertreter des Sozialrings sind auch der Auffassung dass das Konzept der Sozialpartnerschaft in der bisherigen Form überholt ist, weil neben Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen endlich auch der gesamte Dritte Sektor mit all seinen Kompetenzen fix am Tisch sitzen sollte, wenn es um die Abstimmung sozialpolitischer Grundsatzentscheidungen geht.
Auch die Forschung und Innovation darf nicht länger ein Thema bleiben, welches den gewinn-orientierten Bereichen vorbehalten ist. Denn die Entwicklung und der Dienst am Sozialstaat müssen gleichermaßen wissenschaftlich verankert, mit den Akteuren abgestimmt werden und ständig einem Erneuerungsprozess unterliegen.
Weiterführende Informationen gibt es auch auf der Internetseite www.sozialring.it