KVW fordert: Pendler nicht stärker belasten – Seniorenabo ab 60
Die Südtiroler Landesregierung will auf Antrag von Landesrat Thomas Widmann ab 1. Jänner 2012 ein neues Tarifsystem im öffentlichen Nahverkehr einführen, das als ein "neues Produkt" verkauft wird. Der Grundgedanke dabei ist: "wer mehr fährt, zahlt weniger".
Grundsätzlich wird der Kilometerpreis erheblich angehoben. Zudem soll das Abo 60+ erst mit 65 Jahren erhältlich sein und nicht mehr 100 Euro sondern 150 Euro pro Jahr kosten.
Durch die Erhöhung des Kilometerpreises sieht der Katholische Verband der Werktätigen eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung auf die Pendlerinnen und Pendler zukommen. Gerade sie sind es, die auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Nun sollen sie bis maximal 640 Euro im Jahr dafür ausgeben. Nur wenige Pendler werden in den Genuss des kostenlosen Fahrens kommen. Um 20.000 Kilometer im Jahr zu pendeln, müssten sie an den rund 200 Arbeitstagen täglich 100 Kilometer zurückgelegen.
Der KVW begrüßt es, dass das Abo+ für Schülerinnen und Schüler bis zur Matura gültig bleibt. Dies entlastet Familien mit mehreren Kindern und bietet eine wertvolle Erziehungsarbeit.
Wichtig ist dem KVW, dass das Seniorenabo weiterhin ab 60 Jahren gültig ist. Auch Senioren wären durchaus bereit, einen kleinen Beitrag zu leisten. Deshalb macht die Dienststelle für Altenarbeit den Vorschlag, für alle über 60-Jährigen 40 bis 60 Euro für das Seniorenabo jährlich zu berechnen. Das Abo ist sicherlich sehr benutzerfreundlich und geeignet für Senioren, da das Entwerten der Fahrkarte wegfällt und auf allen Strecken im Land gültig ist.