Einheitliche Einkommens- und Vermögenserhebung (EEVE)
KVW begrüßt EEVE als Bürokratieerleichterung
Der Katholische Verband der Werktätigen (KVW) begrüßt den Beschluss der Landesregierung, die EEVE (einheitliche Einkommens- und Vermögenserhebung) mit Juli 2011 einzuführen. Es geht dabei um eine einheitliche Erhebung des Einkommens und Vermögens sowie einer Bewertung; danach richten sich dann die Beiträge, die das Land Südtirol zuschießt bzw. danach richtet sich, wie viel ich für Altenheim oder Kinderhort bezahlen muss. Ziel der EEVE ist es, eine gerechte Erhebung der Bedürftigkeit und einen gerechten Zugang zu den Leistungen des Landes zu ermöglichen.
Der KVW hat immer wieder darauf hingewiesen, dass die Steuererklärung allein nur bedingt Aufschluss über die Einkommenssituation der Bürgerinnen und Bürger gibt, da sie ein rein finanztechnisches Mittel ist. Werden nun Einkommen und Vermögen erhoben, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.
Bisher gelten in den verschiedenen Bereichen verschiedene Kriterien und die Daten werden von jedem einzelnen Amt erhoben bzw. unterschiedlich bewertet. Im Wohnbau wird die Familienzusammensetzung anders erhoben als im Sozialwesen, in der Schulfürsorge wird das Einkommen und Vermögen anders bewertet also im Wohnbau. Dies bedeutet, dass die AntragstellerInnen bei jedem Ansuchen Angaben zum Einkommen und Vermögen machen müssen. Die Verwaltung wiederum braucht jeweils andere Computerprogramme, um eine Bewertung vorzunehmen. Damit verbunden ist also ein großer Aufwand für beide Seiten. Wie Karl Tragust anlässlich eines Treffens mit dem KVW Koordinierungsausschuss erklärte, erhofft man sich von Seiten des Landes eine große bürokratische Erleichterung. Ziel sei es, dass alle Bereiche des Landes mit der gleichen Datengrundlage arbeiten.
Endziel wäre es also, dass jede Person bzw. jede Familie nur ein Mal im Jahr ihre Einkommens- und Vermögenssituation nach einheitlichen Formularen abgibt. Auf diese eine Datensammlung können dann alle Ämter des Lands zugreifen.
Im Moment werden zehn bis 15 unterschiedliche Systeme angewandt, diese würden also vereinheitlicht, auch zum Vorteil für den Bürger/die Bürgerin. Bürokratieabbau und Bürgerfreundlichkeit wären also die großen Vorteile der EEVE.
Eigentlich ist das Ganze nicht etwas völlig Neues, neu ist nur, dass die Kriterien der Bewertung vereinheitlicht werden.
KVW trifft sich mit den Verantwortlichen für die EEVE
Abteilungsdirektor Karl Tragust, Abteilung Familie und Sozialwesen (3.v.l.) und
Amtsdirektor Luca Critelli (2.v.l.) stellten dem KVW Koordinierungsausschuss die EEVE vor.
Mit im Bild KVW Landesvorsitzender Konrad Peer (l.) und der geistliche Assistent Josef Stricker (r.).