
Um in den Genuss der Mittelstandförderung zu kommen ist es notwendig, ein bereinigtes Einkommen zwischen 20.100 und 50.200 Euro aufzuweisen, also der zweiten bis fünften Einkommensstufe anzugehören. Die Förderung für Mittelstandswohnungen sieht zwei Formen vor, zum einen die zehnjährige Miete so genannter Rotations-Wohnungen vor. Diese "Rotations-Wohnungen" können zehn Jahre lang zum Landesmietzins gemietet werden. Zum anderen besteht die Möglichkeit eine Wohnung mittels Ratenkauf zu erwerben. Insgesamt sollen in Südtirol 1.000 Mittelstandswohnungen realisiert werden, 330 davon in Bozen.
3 Fragen an Maria Chiara Pasquali, Stadträtin für Urbanistik und Wohnbau in Bozen:
Welche Auswirkungen hat die neue Mittelstandsförderung für den geförderten Wohnbau in Bozen?
Pasquali:
Wird mit der Mittelstandsförderung das Wohnungsnot- Problem in Bozen gelöst?
Pasquali: Ich bin der Meinung, dass es einhergehend noch weitere Modelle braucht. Wohnbaugenossenschaften sollten beispielsweise vermehrt an den Bau von Wohnungen denken, die nicht gekauft sondern gemietet werden können. Ähnliche Modelle funktionieren im restlichen Italien aber auch in Österreich sehr gut.
Die Wohnbaugenossenschaft „Wolke07“ wartet seit drei Jahren auf Baugrund. Gibt es jetzt einen neuen Hoffnungsschimmer?
Pasquali: Neue Wohnbauzonen werden, dank entsprechender Bauleitplanänderungen, in der Drususstraße entstehen. Aber auch das Baulos „C“ in der Kaiserau wird für Wohnbaugenossenschaften zur Verfügung stehen. Die von der Arche im KVW betreute Wohnbaugenossenschaft „Wolke07“ dürfte 2012 mit dem Bau beginnen.