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KVW fordert neue Familienpolitik

 

Klare Rahmenbedingungen und keine Einmischung in Familie

Josef Stricker fordert eine neue Sozialkultur, die auf Eigenverantwortung, Solidarität und Subsidiarität baue. Was möglich ist, soll der Einzelne oder die Familie selber leisten. In Situationen, die alleine nicht zu bewältigen sind, müsse die Solidarität greifen. Sanität und Gesundheit sind solche Bereiche, oder es brauche auch Hilfe für minderbemittelte Familien (Lebensminimum) oder Schutz im Falle einer Behinderung.
Was der Einzelne oder die kleinste Gruppe leisten kann, sollen sie alleine tun. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, wird die Verantwortung auf die nächst größere Gruppe übertragen bzw. springt diese ein, das versteht Stricker unter Subsidiarität.
Was die Familie an Erziehung, Pflege und ökonomischer Absicherung schafft, soll sie alleine leisten. Die Elternteile sollen die Wahlfreiheit haben, die Entscheidung über Berufstätigkeit dürfe ausschließlich in der betroffenen Familie liegen. Die Einmischungen und Vorgaben von außen seien abzulehnen, so Stricker.
Aufgabe der Politik sei es, die Rahmenbedingungen so vorzugeben, dass Wahlfreiheit gewährleistet ist. Zu den Rahmenbedingungen zählen – je nach Bedürftigkeit - ein höheres Kindergeld, ein Ausbau der Betreuungsangebote und eine angemessene Familienförderung durch Staat, Region, Land und Gemeinde. Hier gebe es in Südtirol und Italien noch großen Nachholbedarf.