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Hilfsdienst für Senioren hängt teilweise am seidenen Faden

 
Der von der Arche im KVW organisierte Hilfsdienst für Senioren geht in den Bezirken Vinschgau und Salten- Schlern einer unsicheren Zukunft entgegen. In beiden Bezirken ist die Finanzierbarkeit des Dienstes nicht gesichert.

Mit zunehmendem Alter ist es oft nicht mehr möglich Situationen und Arbeiten im Haushalt selbständig und gefahrlos zu bewältigen, umgekehrt kann sich nicht jede Familie um einen Pflegefall ausreichend kümmern. Um auf die Probleme der betroffenen Bürger zu reagieren wird seit Herbst 2009 in den Bezirken Vinschgau und Salten-Schlern der Hilfsdienst für Senioren der Arche im KVW angeboten. An diesen Dienst können sich alle wenden die Unterstützung bei der Suche nach Haushaltshilfen benötigen.

“Zu uns kommen viele Angehörige, von denen die Mutter oder der Vater nicht mehr selbständig daheim leben können. Eine Pflege innerhalb der Familie ist aber nicht möglich, weil die Angehörigen berufstätig sind oder in einer weit entfernten Gemeinde wohnen“, erklärt die Projektleiterin des Hilfsdienstes für Senioren, Ulrica Goller. Die Anliegen der Familien, welche die Beratung aufsuchen, reichen von der Suche nach unterstützender Tätigkeit bei Arbeiten im Haushalt bis hin zu Familien , bei denen es durch die Erkrankung eines Angehörigen plötzlich einen Pflegefall daheim gibt und sie die Situation nicht mehr selbständig bewältigen können.

„Es kommen auch viele Betroffenen zu uns, die eine Ganztagespflege oder die Betreuung eines Angehörigen über Nacht benötigen bzw. suchen. Diese Bedürfnisse sind schwer mit einheimischen Haushaltshilfen abzudecken“, so Goller. Grundsätzlich gibt es aber eine überraschend große Anzahl an einheimischen Frauen, die bereits eine Erfahrung oder Ausbildung im Bereich Pflege vorweisen können und mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen bereit sind für betroffene Familien zur Verfügung zu stehen.

Der Hilfsdienst für Senioren findet von Seiten der betroffenen Familien als auch von Seiten der einheimischen Haushalts- und Pflegehilfen sehr guten Zuspruch. Es besteht seit Beginn eine ausgesprochen hohe Nachfrage für Beratungen und die begrenzte Anzahl an Terminen ist schnell vergeben. „Die Bilanz unserer Probephase seit Herbst 2009 zeigt, dass ein dringender Bedarf und eine große Notwendigkeit für diesen Dienst bestehen. Leider ist es uns bisher nicht gelungen die Verantwortlichen der Bezirksgemeinschaften Vinschgau und Salten- Schlern zur finanziellen Absicherung des Dienstes zu bewegen“, bedauert die Projektleiterin Ulrica Goller.

Sofern die Finanzierung des Dienstes in den kommenden Monaten nicht geregelt werden kann, sieht sich die Arche im KVW nicht in der Lage diesen Dienst, der für die Betroffenen und ihre Familien dringend benötigt wird, aufrechtzuerhalten.