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Bildung und Gesundheit wichtig für alle

 

KVW warnt: Sparen darf nicht Folgekosten verursachen

KVW warnt vor Sparen bei Bildung und Gesundheit
Der Katholische Verband der Werktätigen (KVW) hat mit Unverständnis die Aussagen zu möglichen Sparpotentialen gelesen. Bildung und Gesundheit sind gerade die Bereiche, in denen Sparen viele negative Folgeerscheinungen mit sich bringt. Die Wartezeiten für bestimmte medizinische Untersuchungen sind schon jetzt sehr lang. Der demografische Wandel bringt es mit sich, dass immer mehr Menschen Leistungen der Sanität in Anspruch nehmen müssen. Vom Personal einfach mehr Leistung zu verlangen, ist weder motivierend noch angebracht.

Der KVW verfolgt mit großer Sorge die Suche nach Sparmöglichkeiten. Es kann nicht sein, dass von Mitarbeitern einfach mehr Leistung verlangt wird, weder von Unterrichtendennoch von Pflegenden. Zeitdruck und Überlastung können die Sorgfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beeinträchtigen.

Südtirol steht im Bereich Bildung gut da. Es gibt eine große Chancengleichheit, das heißt, dass Kinder, egal aus welchem Elternhaus, gute Voraussetzungen für eine fundierte, zukunftsgerichtete Ausbildung vorfinden. „Dies wollen wir uns doch nicht verspielen, indem wir den Schlüssel Lehrer-Schüler weiter erhöhen“, meint der KVW Vorstand. Die Belastung für die Lehrenden stößt schon jetzt an ihre Grenzen, die Qualität des Unterrichts sollte erhalten bleiben. Außerdem kann Integration sicher nur gelingen, wenn genügend Personal zur Verfügung steht.

Verhaltensauffällige Kinder, Kinder mit Beeinträchtigungen und Kinder mit Migrationshintergrund sind eine immer größere Herausforderung für die Schule und für die Gesellschaft. „Wir wollen niemandem die Chance auf Integration und dadurch auf spätere Selbständigkeit nehmen“, erklärt KVW Landesvorsitzender Konrad Peer. Dies würde Folgekosten mit sich bringen, die zu vermeiden sind.

Für den KVW ist es unverständlich, dass nun der Gesundheitsbereich von Sparungen betroffen sein soll, wenn doch andererseits über die langen Wartezeiten geklagt wird. Die Zahl der Menschen, die medizinische Leistungen in Anspruch nehmen, wird in den nächsten Jahrzehnten steigen, das bringt die höhere Lebenserwartung mit sich. Der KVW findet es deshalb unpassend und auch gefährlich, in allen Bereichen den Rotstift anzusetzen. Die zukünftige Entwicklung muss ebenso beachtet werden wie die Folgen. „Die demografische Entwicklung wird es nicht zulassen, dass in der Pflege gekürzt wird, vielmehr wird man überlegen müssen, wie der steigende Bedarf gedeckt werden kann“, ist sich Konrad Peer sicher.