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KVW Startseite · Archiv · Arche will Wohnungsbedarf in Bozen ...

Genossenschaftsverbände möchten Wohnungsbedarf in Bozen erheben

 
Wer in Bozen eine Wohnung auf dem freien Markt kaufen will, muss dafür tief in die Tasche greifen. Beim geförderten Wohnbau ist mittlerweile klar, dass entlang der Drususstraße entsprechende Bauareale zur Verfügung gestellt werden sollen. Doch wie viele zusätzliche Wohnungen braucht es, um den tatsächlichen Bedarf an geförderten Wohnungen zu stillen? Die Arche im KVW will zusammen mit anderen Genossenschaftsverbänden auf diese Frage Antworten liefern.

Die Arche betreut in Bozen derzeit die Wohnbaugenossenschaft „Wolke07“. Deren Mitglieder warten seit mittlerweile vier Jahren auf einen entsprechenden Baugrund. Vonseiten der Gemeinde gab es immer wieder Widerstände, was die Ausweisung eines solchen Areals angeht.

Mittlerweile konnte eine Teillösung gefunden werden: in der Nähe der Meraner Kreuzung kann eine neue Wohnbauzone realisiert werden. Es gibt jedoch nach wie vor ein Problem, erklärt Arche- Projektleiter Leonhard Resch: „In Bozen geht vieles langsamer vor sich, als in anderen Gemeinden. Das liegt u.a. auch daran, dass seit mehreren Jahren über den reellen Bedarf von Wohnungen in der Landeshauptstadt kontrovers diskutiert wird. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden erhebt Bozen nicht regelmäßig den effektiven Wohnungsbedarf, sondern nur indirekt, indem Zone für Zone Ranglisten eröffnet werden. Anhand dieser Ranglisten und einer Reihe von Statistiken errechnet die Gemeinde einen theoretischen Wohnungsbedarf.“

Für die Arche ist diese Erhebungsmethode nicht zielführend, weil diese Zahlen je nach Bedarf verändert werden können. In Zusammenarbeit mit anderen Genossenschaftsverbänden wird die Arche in den kommenden Wochen deshalb mittels Fragebogen den tatsächlichen Wohnungsbedarf erheben. Resch: „Wir haben eine ähnliche Bedarfserhebung auch in anderen Städten durchgeführt, wie etwa in Bruneck für die neue Klimapark- Zone. Anhand der so gewonnen Informationen weiß die Gemeinde, wie viele Interessierte eine Wohnung in der ehemaligen Decobelli- Zone bauen möchten. Für die Gemeinde und für die Planer ist diese Erhebung eine enorme, weil vor allem realistische, Hilfe bzw. Information.“

Anhand solcher Bedarfserhebungen können Politiker und Planer die Wohnbaupolitik besser planen, ist der Projektleiter der Arche überzeugt. Die Bedarfserhebung erfolgt mittels Fragebogen, der mit meldeamtlichen Daten wie auch Informationen zur Familienzusammensetzung, dem Einkommenssituation und Wünschen zur Wohnung gefüttert werden muss.

Den Erhebungsbogen gibt es online unter www.wohnbau-bedarf.bz.it oder bei der Arche im KVW, Beda-Weber-Straße 1 in Bozen. Wer sich für eine geförderte Wohnung in Bozen interessiert, kann sich auch telefonisch bei der Arche erkundigen: Tel. 0471/061300 oder via E-Mail: info@arche-kvw.org.Im April sollen die Daten dieser Erhebung der Gemeinde Bozen vorgelegt werden. Dann liegt es an der Gemeinde die gelieferten Daten in eine maßgeschneiderte Wohnungspolitik einfließen zu lassen.