Arche befasst sich mit Thema „Wohnungsbau und Älterwerden“
Der Obmann der Arche im KVW, Josef Schöpf, hat unlängst an einer Fachtagung des Katholischen Siedlungsdienstes e.V. in Würzburg teilgenommen. Einige Erkenntnisse der Fachtagung „Immobilienmanagement“ lassen sich auch auf Südtirol übertragen.
Der demographische Wandel schafft völlig neue Bedingungen für das Zusammenleben von Jung und Alt. Fachleute des Katholischen Siedlungsdienstes e.V. aus Kirche und Wohnungswirtschaft haben deshalb bei der Tagung in Würzburg Lösungen aufgezeigt, mit denen auf die heutigen Herausforderungen der Wohnungsbau- Entwicklung reagiert werden kann. Arche- Obmann Josef Schöpf: „Die Tagung war sehr interessant. Man konnte Erfahrungen austauschen und sich neue Ideen holen“. So wurde nicht nur ein Blick auf vergangene Wohnbauprojekte geworfen, es ging auch um die Zukunft. In Zukunft wird es auch in Südtirol mehr ältere Menschen geben mit wenig Ressourcen- sprich in Armut. Langfristig wird es auch bei uns vermehrt ältere Mitbürger mit Migrationshintergrund geben. Es werden künftig auch mehr Menschen mit Behinderung leben.
Für das Jahr 2050 rechnen die Fachleute aus Würzburg mit dreimal so viel älteren Menschen über 80 als heute. Pflegebedürftige dürfte es demnach im Jahr 2050 anderthalb mal so viele geben und mehr als doppelt so viel demenziell Erkrankte. „Diese Aussichten mögen im ersten Moment erschrecken, doch wenn wir uns darauf vorbereiten, schaffen wir diese demographischen Veränderungen“, ist Josef Schöpf zuversichtlich. Im Bereich des geförderten und sozialen Wohnbaus wird künftig also wohl verstärkt das Thema Barrierefreies Planen und Bauen forciert werden müssen.
Im Rahmen der Fachtagung wurde aber auch über die Gestaltung neuer Wohnbausiedlungen gesprochen und darauf hingewiesen, dass es wichtig ist das Modell der kurzen Wege zu berücksichtigen. Bewohner eines neuen Viertels sollen dadurch schneller integriert und als Nachbarn zusammengeführt werden. Die Bedeutung der Nähe ist vor allem für ältere Mitmenschen wichtig und senkt gleichzeitig die Mobilitätsprobleme (=Zeitverlust für junge Mitbürger). Gleichzeitig wurde betont, dass in neuen Wohnvierteln auch eine geeignete Kleinkinderbetreuung notwendig ist, um das Wohnen von Jung und Alt langfristig abzusichern.