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KVW Startseite · Arbeit · Hilfsdienst Senioren

Hilfsdienst für Senioren noch bis Jahresende

 
Der Hilfsdienst für Senioren bleibt im Überetsch/Unterland bis Jahresende aufrecht, dank der Kooperation mit der Bezirksgemeinschaft.

Im Überetsch/Unterland wird noch bis Jahresende der Hilfsdienst für Senioren seine Tätigkeit fortführen, dann wird sich das Schicksal dieser wichtigen Einrichtung zeigen.

Dem Hilfsdienst für Senioren ging es bisher im Wesentlichen darum, Angehörige von hilfsbedürftigen Menschen bei der Suche nach Möglichkeiten der Begleitung oder Betreuung zu unterstützen. Gleichzeitig wurde jenen Personen, die einer Tätigkeit als Haushaltshilfe nachgehen wollten, eine entsprechende Fachberatung geboten. Zahlreiche Familien sowie Einzelpersonen haben diesen umfassenden Dienst kontaktiert und in Anspruch genommen.

Neben den zahlreichen Telefonkontakten gab es im vergangenen Jahr insgesamt 68 persönliche Beratungsgespräche, bei denen Betroffene aus dem Raum Überetsch- Unterland den Hilfsdienst aufgesucht und Hilfe erfahren haben. Die verschiedenen Anfragen kamen aus Aldein, Auer, Eppan, Girlan, Kaltern, Kurtatsch, Kurtinig, Laag, Leifers, Margreid, Montan, Neumarkt, Proveis, Salurn, Terlan, Tramin, Truden und anderen Ortschaften.

Die wertvolle Zusammenarbeit mit dem Arbeitsvermittlungszentrum Neumarkt ermöglichte es dem Hilfsdienst, die Familien bei der Personalsuche zu unterstützen. Die Erhebung notwendiger Daten und die Eingabe derselben in eine eigens erstellte geschützte Datenbank gewährleisteten einen Informationsfluss zwischen den beiden Diensten. Die Kooperation mit der KVW Service GmbH erleichterte den Familien die vorschriftsmäßige Anstellung einer Haushaltshilfe.

Wegen der großen Nachfrage wird der Hilfsdienst für Senioren im Bezirk Überetsch- Unterland, bis zum Abschluss der Pilotphase, bis zum Jahresende fortgeführt.

Kontaktstelle für den Hilfsdienst für Senioren ist die Arche im KVW, Tel. 0471 061319 oder 0471 061300

E-Mail: claudia.pergher@arche-kvw.org

Beratungsgespräche werden auf Terminvereinbarung angeboten. In Neumarkt finden die Sprechstunden jeden Donnerstag von 9.00 – 12.00 Uhr am Sitz des KVW, Rathausring 3, statt.

Neue Struktur für Hilfsdienst Senioren

 
Das neue Modell überzeugt KVW, Bezirksgemeinschaft und Arbeitsservice; im Bild v.l.. Josef Schöpf, Albin Kofler, Werner Atz, Günther Staffler und Leo Resch
Der Hilfsdienst für Senioren steht am Scheideweg. Nachdem die Finanzierung des derzeitigen Modells durch die öffentliche Hand nicht mehr gewährleistet schien, ist es der Arche im KVW zusammen mit Arbeitsamt und Bezirksgemeinschaften gelungen ein neues Modell zu entwerfen. Die Redaktion der Zeitschrift "Kompass" sprach darüber mit Arche- Referatsleiter Leo Resch ...

Zum besseren Verständnis, was ist der Hilfsdienst für Senioren und warum braucht es diesen?


Leo Resch: Der Hilfsdienst für Senioren entstand aus einer Notwendigkeit heraus: Familien, meist in Akut- Situationen, brauchen vielfach Haushaltshilfen oder Fachkräfte für einen Pflegefall und umgekehrt braucht es eine erste Anlauf- und Infostelle für Pflegekräfte. Der Hilfsdienst für Senioren bietet diese Dienstleistungen an und informiert gleichzeitig auch über die Angebote öffentlicher Einrichtungen.

Seit wann gibt es den Hilfsdienst und wie ist die Resonanz?

Leo Resch: Den Hilfsdienst für Senioren, angesiedelt bei der Arche im KVW, gibt es mittlerweile seit knapp drei Jahren. Gestartet sind wir mit einem Pilotprojekt mit der Bezirksgemeinschaft Überetsch- Unterland. In der Zwischenzeit ist das Projekt auch auf die Bezirke Vinschgau und Salten- Schlern ausgeweitet worden. Wir haben erkannt, dass es eine große Nachfrage hierfür gibt: Jährlich verzeichneten wir eine Wachstumsrate von 50 Prozent, was die Anfragen an den Hilfsdienst angeht. Immer mehr Mitbürger kennen mittlerweile die Dienste des Hilfsdienstes und wissen diese zu schätzen.

Der Hilfsdienst hängt von der Finanzierung der öffentlichen Hand ab, es gab diesbezüglich aber zuletzt einige auch medial für Aufsehen sorgende Aussagen...

Leo Resch: Ja, das stimmt. Bisher war der Hilfsdienst so aufgebaut, dass wir die Information, Beratung, Personalsuche, Anstellung, Ausbildung und Sensibilisierung übernahmen. Ein konzentrisches Modell sozusagen. Die Zusammenarbeit mit den Bezirksgemeinschaften und dem Arbeitsservice war schwierig. Deshalb haben wir gemeinsam ein neues Modell entworfen, welches aus allen Einrichtungen, welche den Hilfsdienst für Senioren unterstützen, de facto gleichberechtigte Partner macht. Das neue Modell ist sicherlich zukunftsträchtiger, weil jede Struktur seine Kompetenzen einbringen kann.

Wie schaut also das neue Modell für den Hilfsdienst für Senioren aus?

Leo Resch: Im Gespräch mit den Bezirksgemeinschaften und dem Arbeitsservice wurde uns klar, dass das alte Modell ausgedient hat und wir im Sinne der Familien nach einer neuen und langfristig finanzierbaren Lösung suchen müssen. Beim angestrebten Modell, ist der Hilfsdienst ein Kooperationswerk der verschiedenen Strukturen. Damit kann den lokalen Realitäten in den verschiedenen Bezirken besser Rechnung getragen werden. Der Hilfsdienst für Senioren wird künftig seine Dienstleistungen durch die Kooperation mehrerer bereits bestehender Einrichtungen anbieten.

Wichtig ist jedenfalls klarzustellen, dass der Hilfsdienst für Senioren weitergeführt wird?


Leo Resch: Das ist richtig. Die Form des Hilfsdienstes wird sich wandeln, aber die Dienstleistungen gehen weiter und das ist das Wichtigste.

Der Hilfsdienst war bisher ein Projekt der Arche im KVW. Sind Sie enttäuscht, dass Sie Ihr Projekt künftig abgeben werden?

Leo Resch: Nein, ganz im Gegenteil. Ich bin froh, dass es zu diesem Wandel kam. Ich würde es mit einer Raupe vergleichen, die jetzt langsam aus ihrem Kokon ausbricht und als Schmetterling das Fliegen erlernt. Die neue Entwicklung des Hilfsdienstes ist einfach zielgerichteter.
 

Senioren-Hilfsdienst

 
Seit Jänner 2007 bietet die Arche im KVW einen „Hilfsdienst für Senioren und Familien“ mit betreuungsbedürftigen Angehörigen an. Dieser Hilfsdienst soll Einzelpersonen, Paaren und Familien, die aufgrund besonderer Gegebenheiten einen Angehörigen zu Hause betreuen, Hilfestellung leisten.

Die Hauptaufgabe des Dienstes liegt in der Beratung und Begleitung der Betroffenen bei der Suche von geeigneten freiwilligen HelferInnen und qualifizierten Haushaltshilfen, damit die Betreuung zu Hause ermöglicht und eine Entlastung der Familien erreicht werden kann.
Der Hilfsdienst informiert die Betroffenen über bestehende Unterstützungsangebote und hilft geeignete Personen ausfindig zu machen. Bei der Anstellung von Haushaltshilfen berät der Hilfsdienst in arbeits- und finanzrechtlichen Fragen (Arbeitsvertrag, Lohnservice, Tutoring usw.).
Interessierten Freiwilligen steht der Hilfsdienst bei der Suche dach geeigneten Einsatzmöglichkeiten und mit Weiterbildungsangeboten zur Seite. Qualifizierten Haushaltshilfen bietet der Hilfsdienst Informationen bezüglich arbeitsrechtlicher Fragen, zur Erneuerung der Aufenthaltsgenehmigung sowie bedarfsorientierte Weiterbildungsmöglichkeiten.

Gestartet wurde das Projekt in der KVW Außenstelle Neumarkt des Bezirks Bozen. Sprechstunden finden dort jeweils am 1. und 3. Donnerstag des Monats statt (telefonische Terminvereinbarungen unter der Rufnummer 0471 061311/312).