Tagung „Social Housing“: Südtirol braucht neue Wohnbaumodelle
Im Rahmen ihres 10- jährigen Bestehens hat die Arche im KVW zusammen mit Confcooperative eine Tagung zum Thema „Social Housing“ veranstaltet. Im Mittelpunkt des Kongresses standen der Wohnbau und die Rolle der Genossenschaften.
Die Arche im KVW kümmert sich seit 10 Jahren um die professionelle Begleitung und Beratung von Bauherren im geförderten Wohnbau. Um den neuesten Entwicklungen Rechnung zu tragen hat die Arche gemeinsam mit Confcooperative sowie in Zusammenarbeit mit dem Gemeindenverband und der Unterstützung des Ressorts für Wohnungsbau die Tagung „Social Housing“ veranstaltet.
Im Rahmen des Kongresses stellten verschiedene Referenten aus dem In- und Ausland Modelle des geförderten Wohnbaus vor. Landesrat Christian Tommasini wies in seinem Referat auf die aktuellen Vorhaben des Landes hin, wie die Reform und Zusammenlegung des Wohn- und Mietgeldes. Landesrat Tommasini pochte auch auf die Wiedergewinnung von alter Bausubststanz in den historischen Ortskernen. Ausbaufähig seien auch die Förderung der Mittelstandswohnungen und eine Überarbeitung des Finanzierungssysteme. Dazu Landesrat Tommasini: „Wir möchten ab 2013 ein Bausparsystem einführen.“
Im Mittelpunkt des ersten Landessymposiums zum Thema "Social Housing" stand die Rolle der Genossenschaften", so wurden neue Wohnbaugenossenschaftsmodelle aus Mailand und Bamberg (D) vorgestellt. Der argentinische Architekt Daniel Kaufmann präsentierte Modelle zur Planung und urbanistischen Umsetzung von Wohnbausiedlungen in Europa. Als Beispiel für eine öffentlich- private Partnerschaft wurden den Tagungsteilnehmern Projekte wie die Mailänder Stiftung „Housing Sociale“ vorgestellt. Fachreferenten erläuterten dem Publikum die gesetzliche Situation auf Landes- und Staatsebene. Auch auf die Gegebenheiten in Südtirol wurde eingegangen: als Modell für die Wiedergewinnung historischer Ortskerne wurde das Projekt „Mals – Leben im Dorf“ vorgestellt und für die Planung einer klimaneutralen Wohnbauzone das Brunecker Projekt „KlimaZone Decobelli“.