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KVW Startseite · Aktuelles · Jahresbilanz:„2011 war ein turbulentes ...

„2011 war ein turbulentes Jahr“

 
Das auslaufende Jahr war für die Arche im KVW ein sehr intensives: Nach Inkrafttreten des Landes- Wohnbauförderungsgesetzes mussten die vielen neuen Bestimmungen umgesetzt und ausgearbeitet werden. Außerdem galt es das Modell zur Förderung des Mittelstandes in die Wege zu leiten. Wir führten mit Arche- Obmann Josef Schöpf folgendes Jahresabschlussgespräch.

Wie hat sich die aktuelle Finanzkrise auf den geförderten Wohnbau in Südtirol ausgewirkt?

Josef Schöpf: Immer mehr Bauherren stellen sich die jetzt die Frage, ob ihre Wohnung tatsächlich die maximale Größe von 110 qm aufweisen muss. In unseren Wohnbaugenossenschaften planen jetzt viele Bauherren kleinere Wohnungen von z.B. 80 qm, außerdem werden auch weniger Reihenhäuser realisiert.

Die Politik hat mit der neuen Wohnbauförderung versucht auf die Krise zu reagieren. Wie läuft das Projekt zur Förderung des Mittelstandes?

Josef Schöpf: Es gibt nun erste Gemeinden, die konkrete Baugründe für Mittelstandswohnungen ausweisen und somit läuft diese Art der Wohnbauförderung erst langsam an. Prinzipiell ist es eine sehr gute Idee, allerdings ist diese Art der Förderung neu, sehr komplex und dieser bürokratische Mehraufwand schreckt leider viele Bürger aber auch Gemeinden ab. Die Mittelstands- Förderung ist aber vom sozialen Aspekt her sehr interessant: Erstmals finden Sozialwohnungen und sog. „Mittelstandswohnungen“ unter einem Dach Platz. Wichtig wäre jetzt noch das Bausparen zu fördern, damit auch junge Menschen an ihre Zukunft denken…

Hat sich die Finanzkrise auch auf die Tätigkeit der Arche ausgewirkt?

Josef Schöpf: Ja, leider, der Bedarf an Beratung nimmt kontinuierlich zu und die dafür vorgesehenen Landesbeiträge werden laufend weniger. Weil auch weniger Baugründe für den geförderten Wohnbau ausgewiesen wurden, wurde heuer auch weniger gebaut und darunter hat auch unsere Bilanz gelitten. Für 2012 erhoffen wir uns eine Anpassung der Beiträge, ansonsten müssen wir unsere Beratertätigkeit weiter einschränken.